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Vorwurf: Dresden lässt seine Museen im Stich

Vorwurf: Dresden lässt seine Museen im Stich

Die Museen der Landeshauptstadt Dresden haben zu wenig Geld, Personal und Platz. So steht es im städtischen Museumskonzept, das das Kulturamt jetzt dem Stadtrat vorgelegt hat.

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Quelle: dpa

Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion führt das auf eine falsche Politik zurück. Das erfolgreiche Leistungsspektrum könne nur durch erhebliche Überstunden und eine spürbare Überlastung der verantwortlichen Mitarbeiter gewährleistet werden, heißt es im Museumskonzept.

Den acht in einem Verbund zusammengefassten städtischen Museen fehlen laut dem Konzept Wissenschaftler, Restauratoren, aber auch Museumspädagogen. Die räumliche Situation mehrerer Einrichtungen sei angespannt. So verfüge die Städtische Galerie gerade einmal über 850 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Es würden aber mindestens 3000 Quadratmeter benötigt. Auch die Depots der Museen seien in einem teilweise schlechten Zustand. Die Konzeption berichtet von nassen Kellern und Räumen ohne Alarm- und Brandschutzsystemen.

Laut Zastrow ist die Situation der Museen die Folge einer Kulturpolitik, die sich auf „überdimensionierte Großprojekte“ konzentriere. Die Stadt investiert in den nächsten Jahren rund 200 Millionen Euro in die Sanierung des Kulturpalastes und den Bau des Kulturkraftwerkes. „Dadurch werden andere Projekte vernachlässigt“, so Zastrow. Für die Museen etwa bleibe nichts mehr übrig.

Sebastian Kieslich, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kritisierte die fehlenden Visionen in dem Museumskonzept. „Das ist nicht mehr als eine Bestandsaufnahme. Ich weiß aber nicht, wohin die Reise gehen soll“, erklärte er. Das städtische Kulturamt agiere konzeptionslos. So sei eine Erhöhung der Eintrittspreise geplant, obwohl noch kein Konzept vorliege. „Wenn ich Familien zur Zielgruppe meiner Museen erkläre und dann die Preise für Familienkarten drastisch erhöhe, ist das nicht hilfreich“, so Kieslich.

tbh

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