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Vom Gärtner zum Volkskünstler: Ausstellung „Ostern im Jägerhof“ eröffnet am Wochenende

Vom Gärtner zum Volkskünstler: Ausstellung „Ostern im Jägerhof“ eröffnet am Wochenende

Erinnerungen aus der eigenen Kindheit tauchen auf, wenn der Betrachter der Osterausstellung im Jägerhof die zahlreich verzierten Ostereier sieht. Erinnerungen, bei denen gemeinsam mit der Oma das Eigelb herausgepustet und anschließend die leere Hülle mit wahllosen Farbklecksen verziert wurde.

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Die Begleitausstellung von „Ostern im Jägerhof“ widmet sich ab Sonnabend den tiefsinnigen Schnitzarbeiten von Rolf Steinbach.

Quelle: Nadine Steinmann

Genau diese Erinnerungen und den Spaß, den Kinder an diesen Tagen mit ihrer Familie erleben, will das Museum für sächsische Volkskunst bei seinen Besuchern entfachen. „Mit den ausgestellten Exemplaren wollen wir zeigen, wie viele Möglichkeiten der Verzierungen es gibt“, erklärt Igor Jenzen, Direktor des Museums.

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Ostern im Jägerhof

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Rund 1000 Eier – ob bemalt, beklebt oder beklöppelt - sind in der diesjährigen Ausstellung „Ostern im Jägerhof“ zu sehen. Besonderes Thema sind Stroh- und Gräserapplikationen. Sprich: Eier, die mit einfachen Strohhalmen aufwendig und in stundenlanger Feinarbeit verziert worden sind. Alle Besucher können den Künstlern bei der Arbeit zuschauen und deren Kunstwerke erwerben. Für Kinder ist eine Bastelstube eingerichtet. An den Wochenenden sorgen Konzerte, Puppentheater und Lesungen für ausreichend Unterhaltung.

Die Begleitausstellung von „Ostern im Jägerhof“ widmet sich ab Sonnabend auch den tiefsinnigen Schnitzarbeiten von Rolf Steinbach. Kreuz und quer denkt und gestaltet er seine vielfigurigen Szenarien. „Seine Werke sind voller Überraschungen. Der Betrachter entdeckt ständig etwas Neues“, so Museumsdirektor Jenzen. Seit über 25 Jahren ist der 69-Jährige ein gern gesehener Gast im Volkskunstmuseum. „Wir haben bereits neun Arbeiten von ihm gekauft“, erklärt der Direktor. Ein guter Anlass also, um dem Dresdner eine eigene Ausstellung zu widmen. „Hauptberuflich arbeite ich als Gärtner, mein Interesse für die Schnitzereien entstand in den 80er-Jahren“, erzählt Rolf Steinbach. Damals gestaltete er Figuren für eine Weihnachtspyramide, weil ihm die Ursprünglichen zu schmal waren, keinerlei Dynamik versprühten und es nicht vermochten, eine Geschichte zu erzählen. Damit war eine Leidenschaft geboren, die Rolf Steinbach vom Gärtner zum Künstler des Volkes werden ließ.

Nadine Steinmann

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