Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Vierfaches Künstlerlob - Katharina Kretzschmar und Clemens Tremmel sind die beiden Hegenbarth-Stipendiaten 2014

Vierfaches Künstlerlob - Katharina Kretzschmar und Clemens Tremmel sind die beiden Hegenbarth-Stipendiaten 2014

Die beiden Hegenbarth-Künstlerstipendiaten des Jahres 2014 sind vorgestellt, deren vielversprechende Portfolios sich aus über 40 Bewerbungen hervorgetan hatten.

Voriger Artikel
Bis hin zum Gezi-Park: Kids on Stage startet morgen in Hellerau
Nächster Artikel
Oper zum Rosa Winkel - Der Seattle Men's Chorus gastierte in der Dresdner Theaterruine St. Pauli

Die beiden Preisträger.

Quelle: Amac Garbe

Die vierköpfige Fachjury entschied sich für die Bildhauereistudentin Katharina Kretzschmar und den Malereiabsolventen Clemens Tremmel. Das seit 1996 ausgerufene Hegenbarth-Stipendium der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden fusionierte im vergangenen Jahr mit dem Deutschlandstipendium und bietet jährlich zwei (angehenden) Meisterschülern der Dresdner Hochschule für Bildende Künste (HfBK) eine finanzielle und aufmerksamkeitswirksame Unterstützung.

Die neunzehnten Preisträger des Jahresstipendiums können mit 300 Euro monatlicher Bezuschussung keine Riesenprojekte verwirklichen. Aber damit sei immerhin die Miete abgedeckt, freut sich Katharina Kretzschmar. "Außerdem ist das eine super Anerkennung unseres bisherigen Schaffens." Das Wichtigste sei ohnehin die Chance, das eigene Werk im Rahmen einer Ausstellung präsentieren zu dürfen.

Im Moment haben die beiden Absolventen den Kopf sowieso ziemlich voll. In wenigen Wochen wird die große Diplomausstellung der HfBK eröffnet. Direkt danach beginnen die Diplomprüfungen. Zur Zeit arbeiten Katharina Kretzschmar und Clemens Tremmel also an vielen Dingen gleichzeitig. Da die beiden Künstler nach dem Diplom ihr Meisterschülerstudium an der HfBK Dresden beginnen, haben sie ihren Lebensmittelpunkt bis auf weiteres auf Dresden festgelegt. "Es geht fließend weiter. Ich habe jede Menge konkrete unkonkrete Pläne," erklärt die gebürtige Münsteranerin Kretzschmar, die für ihre aktuellen Diplomskulpturen mit Beton modelliert und in ihre Installationen alltägliche Fundstücke genauso einbezieht wie surreale Stoffnähereien oder Papier, Holz und Kunststoff.

Der 1988 in Eisenhüttenstadt geborene Clemens Tremmel sagt von sich: "Ich bin ein Einzelgänger", was seine rätselhaften, oft Einsamkeit ausstrahlenden Landschaftsgemälde mit den zugleich bremsenden und auf 'das Dahinter' neugierig machenden, monochromen "Störstellen" schon vermuten lassen. Trotzdem sind sich die beiden Preisträger sicher, dass sie - wenn es dann so weit ist - zu einer guten Lösung einer gemeinsamen Ausstellung finden werden.

Dieser Aufgabe hatten sich auch die scheidenden Preisträgerinnen zu stellen. Im Projektraum "Neue Galerie" der Städtischen Galerie Dresden dürfen sie einen Ausschnitt ihres letztjährigen Schaffens zeigen. Nancy Hammermeister und Alex Lebus haben sich entschieden, die Ausstellung für ein gemeinsam konzipiertes und umgesetztes Projekt zu nutzen. Bis zum 24. August sind ihre Auseinandersetzungen mit Themen wie Geschlechterrollen und Kindsein zu sehen, auf die bereits der Titel "AleX und NancY" verweist. Im vorderen Teil des kleinen Galerieraums hat sich Alex Lebus in ihrer raumgreifenden Installation einen alten Kaktus ihrer Mutter vorgenommen und arbeitet sich an ihm ab, indem sie ihn in zwei Videoarbeiten von Kindern mit Steinschleudern traktieren lässt, während zwei vorab herangezogene Ableger die Verletzung ihrer Mutterpflanze 'beobachten'. Zusammen mit einer Porzellantasse, aus der eine Haarsträhne ihrer Mutter sprießt, und zweier bearbeiteter Spiegelinstallationen werden hier die im ausliegenden Infozettel angesprochenen Inspirationen nachvollziehbar, während im hinteren Galerieteil die laut Zettel "feinen, fast schwebenden Zeichnungen" von Nancy Hammermeister, auf denen - Kinderzeichnungen gleich - Vulkane und Wolken auftauchen, dem Betrachter schon einiges an Vorstellungskraft abverlangen, um in ihnen die "Wesen einer hingehauchten, zerbrechlichen Welt" zu erkennen.

Das ineinanderfließende Miteinander ihrer Installationen zeigt aber, dass es bei dem Hegenbarth-Stipendium im besten Fall nicht nur um eine monetäre Unterstützung des Künstlernachwuchses geht, sondern auch Synergien und produktiver Austausch entstehen können und sollen.

Die Ausstellung "AleX und NancY" der Hegenbarth-Stipendiatinnen 2013 ist bis 24. August im Projektraum "Neue Galerie" der Städtischen Galerie Dresden (Wilsdruffer Str. 2) zu sehen.

Die neuen Hegenbarth-Stipendiaten Katharina Kretzschmar und Clemens Tremmel präsentieren ihre Diplomarbeiten im Rahmen der HfBK-Diplomausstellung vom 18. Juli bis 31. August im Oktogon und den Ateliers der Kunsthochschule (Georg-Treu-Platz).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2014

Susanne Magister

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr