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Verstorbener Dresdner Bildhauer Vinzenz Wanitschke: Seine Werke prägen das Stadtbild

Verstorbener Dresdner Bildhauer Vinzenz Wanitschke: Seine Werke prägen das Stadtbild

Der Dresdner Bildhauer Vinzenz Wanitschke ist am 14. März überraschend verstorben. Nur ein Vierteljahr vor seinem 80. Geburtstag erlag er einer kurzen, schweren Krankheit.

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Der am 14. März 2012 verstorbene Dresdner Bildhauer Vinzenz Wanitschke ist mit zahlreichen Werken in der Stadt präsent.

Quelle: DNN Archiv

Der Künstler mit dem markanten weißen Bart gestaltete nicht nur viele Teile des Frauenkirchen-Altars neu. Er schuf auch zahlreiche Brunnen, Plastiken und Gedenktafeln, die vor allem in der Dresdner Alt- und Neustadt zu finden sind: Die mehrere Meter hohe Betongruppenplastik am Eingang der Lingnerallee stammt von Vinzenz Wanitschke. Auch den Brunnen „Drei Grazien" im Garten des Hotels Bellevue hat der Bildhauer geschaffen, ebenso den kleinen Trinkbrunnen vor dem Rundkino.

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In einem der umliegenden Bronzemedaillons verewigte sich auch der Bildhauer.

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Wanitschkes bekannteste Plastik steht seit 1988 auf der Brühlschen Terrasse und muss tagtäglich als Sitzgelegenheit und Fotomotiv für Hunderte Touristen herhalten: Das „Planetendenkmal" besteht aus einer aufgebrochenen Bronzekugel, aus der Kristalle herauswachsen, die die sich ständig verändernde Welt darstellen. Im Boden um das Kunstwerk sind Bronzemedaillons mit Planetennamen eingelassen, die an die Bastionen der Dresdner Befestigungsanlagen erinnern.

Wanitschkes Humor und sein Talent zum Geschichtenerzählen zeigt am deutlichsten der 2007 aufgestellte Zirkusbrunnen am Carolaplatz: Hinter einem lustigen Clown stapfen Elefanten durch die Manege. Das Elefantenmotiv benutzte der Bildhauer schon einige Jahre zuvor, als er eine Gedenktafel für den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Zirkus Sarrasani gestaltete.

Seinen letzten Brunnen schuf Vinzenz Wanitschke für die Stadt Görlitz, konnte ihn aber nicht mehr vor Ort erleben. Bis zuletzt arbeitete der am 19. Juni 1932 in Deschnei/Tschechien geborene Künstler in seinem Atelier in Hosterwitz. Nach Dresden war Vinzenz Wanitschke 1953 gekommen, um an der Hochschule für Bildende Künste zu studieren. Zuvor hatte er bereits eine Lehre als Holzbildhauer absolviert und die Fachschule für Angewandte Kunst in Wismar besucht. Seit 1958 arbeitete Wanitschke freischaffend, machte sich einen Namen mit Bronzeplastiken und vielen Werken im öffentlichen Raum. Die Stadt Dresden ehrte den Bildhauer 1987 mit ihrem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis.

ttr

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