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Verborgene Kunst - Dresdner Museum präsentiert Werke von Geflüchteten

Nahnu Verborgene Kunst - Dresdner Museum präsentiert Werke von Geflüchteten

Die Städtische Galerie Dresden zeigt Kunstwerke von Flüchtlingen und Migranten. Unter dem Titel „Wir We Nahnu - Auf der Flucht“ (bis 24. April) vereint eine Ausstellung 58 Werke von Künstlern und kunstaffinen Laien; Gemälde, Zeichnungen, Holzschnitte, Fotos, ein Video, eine Skulptur und politische Cartoons.

Die Städtische Galerie Dresden zeigt Kunstwerke von Flüchtlingen und Migranten unter dem Titel „Wir We Nahnu - Auf der Flucht“.

Quelle: dpa

Dresden. Die Städtische Galerie Dresden zeigt Kunstwerke von Flüchtlingen und Migranten. Unter dem Titel „Wir We Nahnu - Auf der Flucht“ (bis 24. April) vereint eine Ausstellung 58 Werke von Künstlern und kunstaffinen Laien; Gemälde, Zeichnungen, Holzschnitte, Fotos, ein Video, eine Skulptur und politische Cartoons. „Was nimmt man schon mit, wenn man auf die Balkanroute geht: Fotos von der Kunst statt den Keilrahmen“, sagte Museumsdirektor Gisbert Porstmann am Donnerstag vor der Vernissage. Diese digitalen Daten wurden ausgedruckt und um Arbeiten ergänzt, die in Flüchtlingslagern und Asylbewerberheimen der Dresdner Region entstanden.

Das städtische Museum und der Verein „Willkommen im Hochland“, der sich am nordöstlichen Stadtrand um Flüchtlinge kümmert, hatten Mitte Februar aufgerufen, Kunstwerke einzusenden. „Wir waren sofort von der Idee begeistert“, sagte Porstmann. Er stellte für „Nahnu“ - das arabische Wort für „Wir“ - rund 400 Quadratmeter zur Verfügung. Aus 100 eingereichten Arbeiten wählte eine Jury die Arbeiten aus, die auch die Geschichte ihrer Schöpfer aus Syrien, dem Libanon, Libyen, Iran, Peru, Venezuela oder Russland erzählen.

Die Städtische Galerie Dresden zeigt Kunstwerke von Flüchtlingen und Migranten. Unter dem Titel „Wir We Nahnu - Auf der Flucht“ (bis 24. April) vereint eine Ausstellung 58 Werke.

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Dabei überzeugten studierte Künstler ebenso wie Autodidakten oder Flüchtlinge, die erst im Lager mit dem Zeichnen begannen. Die meisten von ihnen kamen in den beiden vergangenen Jahren nach Deutschland, ihre Bilder zeugen von Krieg und Elend, aber auch Liebe und Leben. Die Spanne reicht von Karikaturen über Fotoarbeiten von Alltag und Flucht bis zur Porträtzeichnung einer verzweifelten alten Frau und orientalischen Ornamenttafeln.

„Als Künstler muss man politisch sein“, sagt der Iraner Babak Nayebi. Er ist ein Schüler des Malers Max Uhlig und seit über 20 Jahren in Dresden. Es sei nicht einfach gewesen, als Künstler Fuß zu fassen, und die Schau für die Flüchtlinge eine gute Chance. Der Syrer Wael Al Wareth ist schon im Büro von Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) mit einer Arbeit präsent. Er übersetzte die deutsche Nationalhymne in moderne arabische Kalligrafie, als er auf die Bearbeitung seines Asylantrags wartete. „Ich bin sehr dankbar für alles, was Deutschland mir bietet und die Deutschen für mich getan haben.“

Für Stange ist die Ausstellung ein Schritt zu Verständigung und Integration, „ein Gesprächsangebot der Künstler, eine ausgestreckte Hand, die wir annehmen sollten“. Die hoffen auch auf Kontakte in die Kunstzene. „Man spürt eine enorme Kraft, Authentizität und Offenheit“, schwärmte Porstmann. „Die Qualität der Kunst hat mich überrascht.“ Der „Willkommen im Hochland“-Verein will mehr als die Begabungen der Künstler unter den Flüchtlingen sichtbar machen, sagte Sprecherin Astrid Pawassar. „Wir wollen ein Netzwerk entwickeln, Galeristen aufmerksam machen und erreichen, dass sie hier arbeiten können.“

dpa

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