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Und ab in die Mitte - Neue Spielzeit, neue Namen und fast ein Termin für den Umzug der Staatsoperette Dresden

Und ab in die Mitte - Neue Spielzeit, neue Namen und fast ein Termin für den Umzug der Staatsoperette Dresden

Dass die Staatsoperette ihren Platz in den Herzen der Dresdner hat, ist keine Frage, dass sie in absehbarer Zeit ihren Platz auch im Herzen Dresdens haben wird, ist greifbar wie nie zuvor.

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Schon mal mit dem künftigen Spielort der Staatsoperette auf Tuchfühlung: Andreas Schüller, der neue Chefdirigent.

Quelle: J.Grobshäuser

Intendant Wolfgang Schaller stellt die elfte Spielzeit unter seiner Leitung vor, für weitere fünf Jahre wird er Intendant bleiben und somit hoffentlich auch die Früchte seines unermüdlichen Einsatzes für den Umzug des Theaters ins Zentrum der Stadt ernten können. Es kann nicht mehr lange dauern, bis das grüne Licht leuchtet, bis der vorliegende über 1000 Seiten umfassende Vertrag unterzeichnet ist und die Bauarbeiten im Kraftwerk Mitte beginnen können.

Dann wird man mehr Raum haben, bessere Optik, angemessene Klangverhältnisse und technische Ausstattung. Bei aller gebotenen Sparsamkeit sei doch keine Billigvariante geplant, Ende 2016 könnte der Traum wahr werden, Staatsoperette und Theater Junge Generation, also ein kulturelles Zentrum für alle Generationen mitten in der Stadt. Hinein ins Zentrum, hinein in den Tourismus, Dresden könnte dann mithalten mit den Weltstädten des Theaters, Wien, München oder Berlin, so Wolfgang Schaller.

Aber auch unter gegenwärtigen Verhältnissen können die Freunde des unterhaltenden Musiktheaters gewohnte Qualität erwarten. Dafür steht nicht zuletzt das Engagement des neuen Chefdirigenten der Staatsoperette, Andreas Schüller, der sich nach eigener Aussage so neu gar nicht mehr fühlt. Als Dirigent stellte er sich ja schon mit der Aufführung "Eine Nacht in Venedig" vor, und der Probenprozess für die erste Premiere in seiner vorerst auf drei Jahre ausgelegten Amtszeit hat längst begonnen.

Europäische Erstaufführung

Die Staatsoperette konnte sich die Rechte für eine Europäische Erstaufführung sichern und bringt als erste Premiere der neuen Saison unter der musikalischen Leitung von Andreas Schüller Kurt Weills Broadway-Operette "The Firebrand of Florence" (in deutscher Fassung: "Viel Lärm um Liebe") heraus. Man wird einen ganz anderen Weill kennenlernen, keine Songs mit Zeigefinger, wie in der "Dreigroschenoper", jetzt erklingt der richtige, amerikanische Weill in Dresden. Damit setzt die Staatsoperette ihre Linie fort, unbekannte Werke des Genres zu präsentieren. Auch widmet man sich in dieser Spielzeit wieder der Oper, als seine zweite Premiere dirigiert Andreas Schüller "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smetana. Auch hier eine Besonderheit, die Aufführung soll so nah wie möglich am Original sein, also mit gesprochenen Dialogen, aber dann doch nicht so ganz original, sondern natürlich in neuer deutscher Übersetzung.

Der Berliner Andreas Schüller war zuvor an der Wiener Volksoper und erarbeitete sich dort ein großes Repertoire mit mehr als 30 Opern und Operetten, an der Wiener Staatsoper dirigierte er Ballettaufführungen. Als Kapellmeister war er in Wiesbaden engagiert und als erster Kapellmeister von 2008 bis 2011 an der Leipziger Oper. Er dirigiert an der Berliner Komischen Oper, an der Oper in Köln und war gerade zu Gast beim Kolumbianischen Sinfonieorchester in Bogotá.

Und warum jetzt Dresden? Staatsoperette? Andreas Schüller arbeitet gern gründlich, angemessene Probezeiten gehören für ihn dazu, das kann er als Kapellmeister oder als Gastdirigent nicht haben, daher nimmt er die Chance in Dresden gerne an. In einer "Auftaktgala" wird er das Publikum neben Vorausklängen für die Premieren der Saison mit seiner musikalischen Biografie bekannt machen. Darin spielt Mozart von Beginn an eine besondere Rolle, also wird er auch die Wiederaufnahme der "Zauberflöte" an der Staatsoperette übernehmen. Mit Mozart ist er in die Welt gezogen.

Musicalklassiker als "Basiswerk"

Bei den weiteren Premieren steht Peter Christian Feigel am Pult. Für das Publikum unter Fünfzig kommt "Der keine Horrorladen" ins Programm, als Regisseur konnte der renommierte Choreograf Giorgio Madia verpflichtet werden, und Winfried Schneider inszeniert den Musicalklassiker "Evita" schon mal als "Basiswerk" für die Zukunft in der Stadtmitte. Kein Premierenpult in dieser Saison für Christian Garbosnik, er dirigiert das Neujahrskonzert. Die von Ernst Theis begründeten Konzerte der Rundfunkmusiken werden fortgesetzt, zur Aufführung kommt die Kantate über die Weizenverbrennungsaktion in Chicago von Walter Gronostay, einem Pionier der Rundfunkmusiken, der 1937 im Alter von nur 31 Jahren verstarb.

Und um das alles auch so richtig bekannt zu machen und zu vermarkten, kehrte der Dresdner Rex Jakob in seine Heimatstadt zurück und kann von Wolfgang Schaller als neuer Marketing-Chef präsentiert werden. Jakob bringt seine Erfahrungen vom MDR ein, hier arbeitete er im Rundfunk, im Fernsehen und in der Internetredaktion. Zuletzt brachte der Gründungsredakteur von SUPERILLU.de eine CD-Kompilation heraus, "SUPERhits - Die schönsten Schlager aus Ost und West". Für ihn ist diese nun endgültig eingeleitete Phase des Überganges des traditionsreichen Hauses von der Peripherie ins Zentrum der Stadt eine spannende Herausforderung für die kommunikative Darstellung.

Noch steht auf dem Banner am Heizkraftwerk in Dresden-Mitte "Wir ziehen hier rein", demnächst, und da sind sich alle einig, heißt es "Wir sind hier drin".

@www.staatsoperette-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.08.2013

Boris Gruhl

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