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Umzug für Puppentheatersammlung in Dresden noch unklar

Verhandlungen in Ministerien laufen Umzug für Puppentheatersammlung in Dresden noch unklar

Für den Umzug der Puppentheatersammlung in Dresden ins Kraftwerk Mitte gibt es noch keine Entscheidung. Das Kunstministerium hat beim Finanzminister einen Antrag gestellt, dort wird aber noch emsig geprüft – und darauf hingewiesen, dass im Museumskonzept 2020 der Standort eigentlich festgelegt ist.

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Puppentheatersammlung im Volkskunstmuseum

Quelle: C. Steinbach

Dresden. Für einen Umzug der Puppentheatersammlung gibt es noch keine Entscheidung. Der Flächenbedarf des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst „wird noch geprüft“, erklärte Stephan Gößl, Sprecher von Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) auf DNN-Anfrage. Von beiderseitigem Einvernehmen ist derzeit noch nichts zu sehen.

Bekanntlich verfolgt Eva-Maria Stange, Ministerin für Wissenschaft und Kunst, seit längerem das Ziel, die Puppentheatersammlung ins Kraftwerk Mitte zu verlegen. Das wird im Dresdner Zentrum gerade mit Millionenaufwand von der Stadt in eine Kulturmeile umgebaut, in der unter anderem die Staatsoperette und das theater junge generation angesiedelt sein werden. Zum Jahresende soll das Kraftwerk fertig sein. Die Puppentheatersammlung befindet sich gegenwärtig in sehr beengten Verhältnissen im Jägerhof, das Depot lagert in der Garnisonkirche.

Wie das Kunstministerium auf Anfrage mitteilte, beläuft sich der Flächenbedarf auf rund 2200 Quadratmeter. „Das Ministerium hat sich ausdrücklich für den Standort im Kraftwerk Mitte ausgesprochen“, betonte Stanges Sprecher, Andreas Friedrich gegenüber DNN. Zu den Kosten für die Unterbringung machte er keine Angaben. „Dafür ist das Finanzministerium zuständig, die Kosten trägt aber wohl der Freistaat“, sagte Friedrich.

Das Finanzministerium klingt noch sehr zurückhaltend. „Eine Bedarfsanmeldung erfolgt grundsätzlich standortunabhängig“, erläuterte Unland-Sprecher Gößl. Das Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung präsentiere im historischen Jägerhof auf der Neustädter Elbseite eine vielfältige Sammlung reicher Volkskunst verschiedener Regionen Sachsens, historisches Spielzeug sowie seit dem Jahr 2005 die Puppentheatersammlung. „Die Unterbringung und Präsentation an diesem Standort entspricht auch den Festlegungen des Wissenschaftsministeriums in der von ihm erarbeiteten Museumskonzeption 2020“, fügte Gößl hinzu.

Friedrich hält dem wiederum entgegen: „Zum einen war die vollständige Unterbringung der Puppentheatersammlung im Jägerhof nicht in der Museumskonzeption festgelegt, zum anderen ist die Museumskonzeption kein starres Gebilde, das für die Ewigkeit Geltung beansprucht.“ Sie sei im Bedarfsfall weiterzuentwickeln.

Von Ingolf Pleil

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