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Umbau des Kulturpalastes verzögert sich um eineinhalb Jahre

Umbau des Kulturpalastes verzögert sich um eineinhalb Jahre

Neue Hiobsbotschaft für die Dresdner Philharmonie: Der Umbau ihrer Spielstätte Dresdner Kulturpalast beginnt erst im August und wird sich um mindestens eineinhalb Jahre verzögern.

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Quelle: Jane Jannke

Als neuen Termin nannte die Stadt Dresden am Mittwoch den März 2017.

Bislang ging die Philharmonie davon aus, im Herbst 2015 in ihrem neuen Saal zu spielen. Das Orchester ist seit dieser Saison zum Improvisieren gezwungen und spielt auf mehreren Behelfsbühnen. Intendant Anselm Rose und Chefdirigent Michael Sanderling bezeichneten die Terminverschiebung in einer ersten Reaktion als „bedauerliche Tatsache“. Zugleich äußerten sie Zuversicht, dass die Philharmoniker diese Phase bewältigen.

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In den vergangenen Jahren hatte es verschiedene Umbaupläne gegeben.

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Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau sagte in diesem Zusammenhang: „Obwohl der Konzertbetrieb außerhalb des Kulturpalastes bislang erfreulich gut funktioniert, ist mit einer Übergangszeit von nunmehr fast fünf Jahren die Grenze des Zumutbaren für das Orchester erreicht.“ Besonders für die Philharmonie ergebe sich eine Zusatzbelastung. Der tatsächliche Baubeginn werde das Orchester jedoch in seiner künstlerischen Arbeit beflügeln, so Lunau.

Als Grund für den Zeitverzug wurde unter anderem ein neues Finanzierungskonzept genannt. Es sei nach dem Anfang 2012 bekannt gewordenen Ausfall der angestrebten EU-Förderung notwendig geworden. Erst ein Jahr später stellte der Stadtrat mit seinem Beschluss zum Doppelhaushalt für 2013 und 2014 die Finanzierung sicher. Trotz der späteren Fertigstellung könne das Baubudget von 81,5 Millionen Euro jedoch gehalten werden, teilte die Stadt mit.

Außerdem berücksichtige der Terminplan nun die Pläne zum Einbau einer Konzertsaalorgel. Diese Initiative des Fördervereins der Philharmonie, die die Stadt sehr begrüße, war in den ursprünglichen Planungen der Verwaltung nicht enthalten und verlängere die Bauzeit im Saal um weitere vier Monate.

Ob die Interimsphase für die Dresdner Philharmonie und die Städtischen Bibliotheken, die aus dem neuen Terminplan resultiert, zu Mehrbelastungen des kommunalen Haushalts führt, bleibe abzuwarten. Zwar spare die Stadt derzeit den Zuschuss für den laufenden Betriebsaufwand des Kulturpalastes, der in der Vergangenheit bei ca. 1,8 Millionen Euro pro Jahr gelegen habe. Allerdings belaufe sich der Mehraufwand des Orchesters für den Spielbetrieb außerhalb des Kulturpalastes ebenfalls auf ca. 1,8 Millionen Euro pro Jahr. Diese beiden Größen wiegen sich etwa auf.

Hinzu kommen aber noch die Mietkosten für die beiden betroffenen Bibliotheken, die mit ca. 460.000 Euro pro Jahr zu Buche stehen. Auf anderthalb Jahre aufsummiert, würde dies rund 700.000 Euro verschlingen.

dpa

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