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Umbau des Dresdner Kulturpalasts: Abrissbagger im Großen Saal

Umbau des Dresdner Kulturpalasts: Abrissbagger im Großen Saal

Dresden Zwei Bagger arbeiten sich mit großen Presslufthämmern durch die Zuschauerränge im Großen Saal des Kulturpalasts. Der Lärm ist höllisch. Im Oberrang hantieren mit Atemmasken, Gehör- und Atemschutz vermummte Arbeiter mit der Flex, lassen einen Funkenregen auf den Saalboden niedergehen - der Kulturpalast ist Großbaustelle, auch wenn es außen kaum danach aussieht.

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Der Große Saal im Kulturpalast ist kaum wiederzuerkennen.

Quelle: Uwe Hofmann
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Impressionen vom Umbau des Kulturpalasts.

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Und diese Arbeiten seien gut im Plan, sagt der für das Projekt verantwortliche Peter Hinkel. Im Foyer ist die Holzverkleidung abgebaut und zur Verwahrung in das Lapidarium am Nürnberger Ei verbracht. Dort befinden sich auch die schweren Bronzetüren, von denen eine derzeit von Restauratoren untersucht wird. „Wir wollen herausfinden, wie teuer eine Restaurierung wäre“, sagt Hinkel. Wenn die Türen wiedereingebaut werden, müssten sie modernen Anforderungen gerecht werden, etwa automatisch öffnen und schließen.

Im Gebäude sind Arbeiter derzeit damit beschäftigt, Zwischendecken, Schächte, Leitungen – kurz all das herauszureißen, was kein tragendes Teil ist. Das geht nur unter Vollschutz, weil viele Bauteile „im zur Bauzeit üblichen Rahmen“ mit Asbest belastet sind, wie Hinkel sagt. Betroffen sind etwa die Belüftungsschächte, die mit Asbest abgedichtet wurden.

Im Herzen des Kulturpalasts, dem Großen Saal, sind die Eingriffe besonders massiv. Auch dort dringen die Arbeiter mit ihren Presslufthämmern nur so weit vor, bis sie tragende Teile erreichen. Im nächsten Jahr beginne dann der bis 2015 laufende „konstruktive Rückbau“ des Saals „vom Keller bis zum obersten Geschoss“, wie Hinkel sagt. Im übrigen Gebäude haben die Arbeiter auch viel zu tun. Die freigelegten Wände und Flure werden vermessen, damit die späteren Einbauten genau geplant werden können. Hinkel will jede unerwünschte Überraschung vermeiden.

Die gab es bisher noch nicht, wie er sagt. Zeitlich und finanziell liege man im Plan. Der Umbau kostet rund 81,5 Millionen Euro, wobei in dieser Summe schon ein Puffer für steigende Baukosten eingerechnet ist, den man laut Axel Walther, Chef der Kommunalen Immobilien Dresden Verwaltung, auch komplett aufbrauchen werde. Weitere sechs Millionen Euro sind im städtischen Haushalt eingeplant, die für „nutzerspezifische Ausstattung“ ausgegeben werden. Nach Ende der Arbeiten sollen die Dresdner Philharmonie, die Stadtbibliothek, die Herkuleskeule, das Besucherzentrum der Stiftung Frauenkirche und die Dresden-Information einziehen.

Auch weiterhin wird äußerlich wenig von den Arbeiten zu sehen sein, weil die Fassade erst 2015 erneuert werden soll. Immerhin: Anfang nächsten Jahres wird der Kulturpalast mit einer Plane eingehüllt, auf der abgebildet ist, wie er einmal aussehen soll.

Uwe Hofmann

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