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"Um Himmels willen keinen Rock": Tenor Björn Casapietra vor seinem Dresdner Auftritt

"Um Himmels willen keinen Rock": Tenor Björn Casapietra vor seinem Dresdner Auftritt

Björn Casapietra kam am 18. Februar 1970 in Genua zur Welt. Sein voller Name ist Björn Herbert Fritz Roberto Kegel Casapietra. Er wuchs in Rauchfangswerder bei Berlin auf.

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Björn Casapietra sieht sich stimmlich gereift, was er in Dresden zeigen möchte.

Quelle: PR

Seine Mutter ist die italienische Sopranistin Kammersängerin Celestina Casapietra und sein Vater der 1990 verstorbene Dirigent Herbert Kegel. Nach Schulabschluss 1986 und dem Versuch, Berufe wie Beleuchter oder Wirtschaftskaufmann zu erlernen, entschloss sich Casapietra endgültig für die künstlerische Karriere und trat eine Gesangsausbildung an. Am 5. Januar ist Casapietra ab 19.30 Uhr in der Dresdner Annenkirche mit "Christmas Love Songs" zu erleben. Vorab sprach Nadine Steinmann mit dem Tenor.

Frage: Sie sind nicht nur Sänger, sondern betreiben gleichzeitig auch Ihre eigene Pressearbeit. Deswegen folgende Frage zum Einstieg: Warum verzichten Sie auf einen PR-Berater?

Björn Casapietra: Erstens weil es mir Spaß macht. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Und zweitens: Wer könnte seine Musik und seine Stimme besser erklären als der Künstler selbst? Ich liebe meine Musik und ich liebe es, Menschen mit meiner Musik und meine Stimme zu berühren, und das kann ich auch am besten erklären, besser als jeder PR-Berater.

Was unternehmen Sie, um auf Ihre Konzerte aufmerksam zu machen?

Also zuerst einmal haben wir Veranstalter, die natürlich Plakate kleben und Werbung machen. Ich für meinen Teil freue mich, wenn ich durch Interviews darauf aufmerksam machen kann. Noch mal, ich glaube, dass Musik die Pflicht hat, unsere Welt ein Stück weit besser zu machen. Und wenn ich es schaffe, mit meiner Stimme Menschen zu berühren, und sie danach nach Hause gehen mit dem Gefühl, dass ihnen zweieinhalb Stunden ihre Sorgen, Nöte und Ängste genommen wurden, dann habe ich meinen Job gemacht.

Am 5. Januar singen Sie in der Annenkirche. Was bekommen die Dresdner zu hören?

Seit vier Jahren gebe ich in der Adventszeit und zu Neujahr diese Christmas Love Songs-Konzerte. Und in der Regel sind sie tatsächlich überall ausverkauft oder nahezu ausverkauft. Es passt sehr gut zusammen: Ein Neujahrskonzert mit einem Tenor in einer Kirche, das scheint vielen Menschen zu gefallen. Ich bin stimmlich in den letzten Jahren ziemlich gereift. Das möchte ich in Dresden gerne beweisen.

Sie stehen seit rund 14 Jahren als Tenor auf der Bühne. Wie hat sich Ihre Musik in dieser Zeit verändert?

Ich habe fünf CDs in dieser Zeit aufgenommen und arbeite gerade am sechsten Studioalbum. Das wird ein deutsch-italienisches werden. Ich selbst bin Deutsch-Italiener. Es wird auch eins werden, auf dem ich zum ersten Mal eigene deutsche Texte singe. Meine Musik wird immer eine romantische sein. Ich möchte Eskapismus bieten, ich möchte die Menschen in eine bessere Welt entführen mit meinen Liedern.

Wollen die Zuschauer bei Ihren Konzerten eher ruhige oder rockige Musik hören?

Um Himmels willen keine rockige Musik. Ich bin klassischer Tenor und singe an diesem Abend vom "Ave Maria" von Franz Schubert bis hin zu "Guten Abend, gute Nacht" von Johannes Brahms vor allen Dingen Klassik. Es werden viele Winterlieder dabei sein. Keltische, spanische, italienische, deutsche Lieder, die in die Adventszeit passen, aber auch zu Neujahr. Das "Halleluja" von Leonard Cohen ist sehr beliebt. Außerdem singe ich ein jüdisches Volkslied "Jerusalem of Gold", was zur Zeit bei den Konzerten unglaublich ankommt.

Die Konzertpianistin Ilze Korodi wird Sie bei Ihrem Dresden-Konzert begleiten. Wie ist die Zusammenarbeit entstanden, und was ist das Besondere an der Lettin?

Sie spielt sehr leidenschaftlich, und ist ein ganz warmer herzlicher Mensch. Ich genieße jedes einzelne Konzert mit ihr. Wenn ich das glauben darf, was mir Freunde sagen, dann scheint es so, als würde sie mir mit ihrer Musikalität sehr gut tun.

Ihre Tochter feiert am 5. Januar ihren fünften Geburtstag. Was schenken Sie Ihr und wird sie beim Konzert dabei sein?

Ich hoffe, dass die Familie mitkommt. Ansonsten habe ich mir vorgenommen, vormittags noch viel Zeit mit ihr zu verbringen, bevor wir nach Dresden abfahren.

i5. Januar, 19.30 Uhr, Annenkirche

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.12.2013

Nadine Steinmann

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