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Trotz Wechsel an der Spitze: Forsythe Company bleibt in Dresden

Trotz Wechsel an der Spitze: Forsythe Company bleibt in Dresden

Der 2005 geschlossene und bis 2016 gültige Vertrag mit der geteilt in Dresden und Frankfurt am Main ansässigen Forsythe Company wird bis 2018 verlängert.

Die Länder Hessen und Sachsen sowie die Städte Frankfurt am Main und Dresden setzen damit die bundesweit einmalige öffentlich-private Kooperation weitere zwei Jahre fort. Die Kunstminister beider Länder, Boris Rhein und Sabine von Schorlemer, sowie Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth und Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau erklärten gestern gemeinsam, dass alle zuständigen Gremien einer Vertragsverlängerung zugestimmt haben.

Die Vertragsverlängerung bis 2018 geht mit einem Wechsel in der künstlerischen Geschäftsführung einher. Da William Forsythe aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Rolle des Chefchoreografen ausgeschieden ist, wird der Tänzer und Choreograf Jacopo Godani ab September 2015 die künstlerische Leitung des Ensembles übernehmen (DNN berichteten). Forsythe bleibe ihr aber als Berater weiter verbunden. In Abstimmung mit ihm wolle man weiterhin Forsythes Repertoirewerke pflegen und aufführen, teilte die Company mit.

Im Dresdner Stadtrat hatte es um die Verlängerung des Vertrages unter neuer Führung harte Diskussionen gegeben. Mancher, darunter insbesondere aus den Reihen von SPD und FDP, hatte die Ausstrahlung und Bedeutung der Company, die in Dresden ihre künstlerische Heimat im Festspielhaus Hellerau hat, angezweifelt und gefordert, die Kooperation nicht weiterzuführen. Letztlich konnten sich die Befürworter unter anderem mit dem Verweis auf die internationale Reputation der Arbeit Forsythes und seiner Tänzer und mit der Forderung nach stärkerer Vernetzung mit der hiesigen Tanzszene durchsetzen. Dresden ist über den Hauptstadtkulturvertrag mit dem Freistaat Sachsen mit 1,5 Millionen Euro jährlich an der außerdem durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt getragenen Finanzierung des Ensembles beteiligt.

"Die Forsythe Company als international renommiertes Tanzensemble ist und bleibt ein wichtiger Impulsgeber für die vielfältige und lebendige Tanzszene in Sachsen", erklärte Sachsens Kunstministerin von Schorlemer. "Auch unter der neuen künstlerischen Leitung wird die enge Kooperation mit der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und dem Semperoper Ballett fortgeführt - eine attraktive, vielversprechende Bereicherung für das Tanzland Sachsen."

Jacopo Godani war von 1991 bis 2000 nicht nur einer der bedeutendsten Solisten bei William Forsythes Ballett Frankfurt, sondern hat auch an vielen Stücken des Ensembles mitgewirkt. Als Choreograf arbeitete er außerdem mit herausragenden internationalen Kompanien wie Compania Nacional de Danca (Madrid), Corpo di Ballo del Teatro alla Scala (Mailand), Royal Danish Ballet (Kopenhagen), Royal Ballet Covent Garden (London) und dem Semperoper Ballett (Dresden).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.05.2014

Kerstin Leiße

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