Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Trotz Diskussion um neues Domizil: Dresdner Verkehrsmuseum setzt auf neue Ausstellungen

Trotz Diskussion um neues Domizil: Dresdner Verkehrsmuseum setzt auf neue Ausstellungen

Dresden. Trotz neuer Diskussionen um einen möglichen Umzug will das Dresdner Verkehrsmuseum auch in diesem Jahr mit historischen und modernen Ausstellungen Besucher anlocken.

Eröffnet werde das Programm mit einer Schau über die Bedeutung der Zugpferde im 19. und 20. Jahrhundert - als Taxi, bei Stadtreinigung und Fuhrunternehmen, sagte am Freitag Museumsdirektor Joachim Breuninger. Vom 23. März bis 1. September sind auf 700 Quadratmetern beispielsweise sechs lebensgroße Pferdemodelle mit Prunkgeschirr zu sehen.

phpa8512afdaa201112301724.jpg

Eine Figurine in der originalen Motorrad-Werkstatt von 1920.

Zur Bildergalerie

Auf Besucherwunsch werde eine Schau zur Elektromobilität geboten, welche die neusten Entwicklungen des Automobils hinterfrage, sagte Breuninger. Als einen Höhepunkt nannte er ferner die Ausstellung „Luxus auf 4 Rädern. 150 Jahre Heinrich Gläser Karosseriebau Dresden“, die vom 1. Oktober bis 28. Februar im Lichthof des Hauses gezeigt wird.

„Das wird eine tolle Schau - viel Chrom, Glas und glänzender Lack“, sagte Breuninger. Präsentiert werden voraussichtlich 14 komfortable Chassis des Dresdner Wagenfabrikanten Heinrich Gläser (1831-1902). Dessen Firma entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Karosseriebauer in Deutschland.

Kampf um angestammtes Domizil

Das Dresdner Verkehrsmuseum wurde am 3. Juni 1956 eröffnet. Sitz ist das Johanneum, ein Anbau des Residenzschlosses am Neumarkt. Die Ständige Ausstellung umfasst die Bereiche Eisenbahn, Straßenverkehr, Schifffahrt, Luftreise und Städtischer Nahverkehr. Seit einigen Jahren wird das Museum von einer reinen Fahrzeugschau für Technikfans zu einem Mobilitätsmuseum für die ganze Familie umgebaut.

2005 übergab der Freistaat den Betrieb an die Stadt, das Johanneum gehört weiter dem Land. Sachsen erhebt langfristig wieder Anspruch auf das historische Gebäude. „Für die Jahre nach 2020 besteht die Vision für eine staatliche Nutzung durch die Kunstsammlungen“, sagte die Sprecherin des Wissenschaftsministeriums, Annett Hofmann. Dann müsste die Verkehrsschau umziehen. Im Gespräch ist nun wieder das Gelände des alten Leipziger Bahnhofs.

„Unser Ziel ist ganz klar, langfristig hier drinzubleiben“, betonte Direktor Breuninger. Das Haus sei für verkehrliche Zwecke gebaut und deshalb der richtige Ort für das Museum. Davon versuche er seit längerem den Freistaat in konstruktiven Gesprächen zu überzeugen. Dieser möchte vor allem zunächst Ruhe walten lassen:

„Wir sprechen von der Sicherheit einer ganzen Dekade“, erklärte Hofmann.

„Der Freistaat müsste die Kosten übernehmen“

Für den sogenannten Langen Gang droht schon Ende 2015 die Räumung. Diese sehe ein Mietvertrag von 2005 vor, sagte Breuninger. Am Stallhof solle dann der nächste Bauabschnitt des Residenzschlosses entstehen, zu dem auch der Gang gehöre. Voraussetzung für die Räumung sei aber, dass Stadt und Land eine adäquate alternative Unterbringung finden.

Breuningers Vorschlag: Die ebenfalls am Neumarkt untergebrachte Werkstatt des Museums zieht in das Depot an der Zwickauer Straße. Schifffahrtsausstellung und Bibliothek aus dem Gang könnten auf diesen nahezu gleichgroßen Flächen untergebracht werden. Kostenpunkt für den Umzug: 1,5 Millionen Euro. „Aus unserer Sicht müsste der Freistaat die Kosten übernehmen“, stellte der Direktor klar.

Von Sandra Hottenrott, dapd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr