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Trotz Diskussion um Schließung: Dresdner Kraszewski-Museum zeigt ab Ende Juli neue Ausstellung

Trotz Diskussion um Schließung: Dresdner Kraszewski-Museum zeigt ab Ende Juli neue Ausstellung

Das Museum für den polnischen Literaten Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887) zeigt ab Ende Juli eine Sonderschau und will bis zun Jahresende wieder eine Dauerausstellung einrichten.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Bis dahin will die Ausstellung „Über Grenzen“ in Form eines begehbaren Bilderbuches polnische und deutsche Zeitzeugen mit ihren Erinnerungen an die Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg vorstellen, teilte das Museum am Samstag mit.

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Die Ausstellung "Polen aus freier Wahl" ist bis zum 15. Juli im Kraszewski-Museum zu besichtigen.

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Das Projekt der Münchner Künstlerin Tatjana Utz war schon in Wroclaw (Breslau), Gdansk (Danzig) und Berlin zu sehen. In Dresden wird die Ausstellung am 27. Juli für geladene Gäste eröffnet, einen Tag später ist sie für das Publikum offen.Die Stadtverwaltung Dresden hatte Ende Mai die Schließung des seit 1960 bestehenden Museums angekündigt, nachdem rund 160 Exponate - Möbel, Gemälde, Bücher - Ende 2011 an das Adam-Mickiewicz- Literaturmuseum in Warschau zurückgegeben werden mussten.

Hintergrund ist ein Gesetz, das der polnische Sejm bereits 2001 verabschiedet hatte. Demnach dürfen Kulturgüter, die älter als 50 Jahre sind, nur maximal fünf Jahre als Leihgaben im Ausland bleiben.Ende 2011 gingen die Exponate nach Polen zurück. Nur eine Pistole, ein Säbel und ein kleiner Tisch blieben in Dresden - sie stammten aus dem Bestand der Städtischen Museen in der Elbestadt.

Im Juni kam von polnischer Seite ein konkretes Angebot zur weiteren Zusammenarbeit. Damit ist die Zukunft des Museums gesichert.Józef Ignacy Kraszewski hatte sich als Student der polnischen Unabhängigkeitsbewegung angeschlossen. Als 1863 der Januaraufstand gegen die russische Fremdherrschaft scheiterte, kam er nach Dresden und blieb 21 Jahre. Mit seinen sechs Sachsen-Romanen schuf er ein farbenprächtiges Zeitgemälde Kursachsens und Polens im 18. Jahrhundert. Insgesamt hinterließ er etwa 240 Romane und Erzählungen.

dpa

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