Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Trauer, Schock, Fassungslosigkeit: Zum Tod Ulrike Hesslers

Trauer, Schock, Fassungslosigkeit: Zum Tod Ulrike Hesslers

Der Tod der Semperoper-Intendantin Ulrike Hessler hat in Dresden große Betroffenheit ausgelöst. Der Intendant des Staatsschauspiels, Wilfried Schulz, sprach gestern von Tragik und Schock gleichermaßen.

"Ich hatte mich auf unsere Zusammenarbeit gefreut", sagte er den DNN mit Blick auf ein künftiges Staatstheater, unter dessen Dach Oper und Staatstheater geeint werden sollen. "So eine Kooperation hängt ja nicht nur von abstrakten Strukturen ab, sondern davon, wie man menschlich miteinander auskommt." Er sei mit Hessler auch deshalb verbunden gewesen, weil "wir beide ja fast zeitgleich hier angekommen sind und angefangen haben". Die am Montag im Alter von 57 Jahren in München gestorbene Hessler charakterisierte er als "offen, mutig und der Zukunft zugewandt". Das habe der Oper und Dresden gut getan.

Christian Thielemann, neuer Chef der Sächsischen Staatskapelle, der in diesen Tagen in Bayreuth am Pult steht , sprach in seiner Funktion als Künstlerischer Leiter der Salzburger Osterfestspiele über Hesslers Tod. "Der Tod von Ulrike Hessler macht mich sprachlos und erfüllt mich mit großer Trauer. Meine bisherige Zusammenarbeit mit Frau Hessler war immer sehr konstruktiv und geprägt von großem künstlerischem Einvernehmen. Dass diese Zusammenarbeit nun ihr plötzliches Ende findet, bedeutet für uns alle einen unermesslichen Verlust", hieß es auf der Internetseite des Salzburger Festivals. Die Semperoper-Intendantin hatte die Kooperation zwischen Osterfestspielen und Sächsischer Staatskapelle initiiert.

Für Dresdens Oberbürgermeistern Helma Orosz hat Hessler "in der kurzen Zeit ihres Wirkens wichtige Akzente in der Dresdner Musiklandschaft gesetzt". Sie attestierte ihr "große Offenheit und viel Fingerspitzengefühl".

Auch Sachsens Kunstministerium zeigte sich von der Nachricht immer noch schockiert. "Wir sind völlig vor den Kopf gestoßen", sagte Ministeriumssprecher Karltheodor Huttner den DNN. Er machte auch klar, dass es zur Zeit keine Planungen zur Nachfolge Hesslers gibt. "Wir stehen nicht unter Druck. Es gibt eine gute Vertretung der Intendanz, der kommende Spielplan der Oper ist auch festgezurrt."

Laut Huttner wird es zwei Trauerfeiern geben: in München und in Dresden. In der Münchner Markuskirche soll demnächst ein Gottesdienst stattfinden. Ende August oder Anfang September werde es zudem einen Trauerakt in der Semperoper geben. "Der genaue Termin steht aber noch nicht fest", sagte Huttner. Die Urne soll in Dresden beigesetzt werden. T. Klaus

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.08.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr