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Tjg startet erstmals eine luftig-fröhliche Theatertour durch Dresdens Bäder

Vom Gewicht des Glücks Tjg startet erstmals eine luftig-fröhliche Theatertour durch Dresdens Bäder

Wie leicht, wie schwer wiegt Glück? Ist ein Klumpen Gold die Seligkeit auf Erden oder eher ein Klotz am Bein? Dieser Frage geht bekanntermaßen das Grimmsche Märchen vom „Hans im Glück“ nach. Und dieser Frage widmet sich nun auch das tjg in seiner Bädertour, die am Freitag unter den blühenden Kastanien des Stauseebades Cossebaude ihre Premiere feierte.

Das tjg startet mit „Hans im Glück“ in die Bäder-Tour.

Quelle: PR

Dresden. Wie leicht, wie schwer wiegt Glück? Ist ein Klumpen Gold die Seligkeit auf Erden oder eher ein Klotz am Bein? Dieser Frage geht bekanntermaßen das Grimmsche Märchen vom „Hans im Glück“ nach. Und dieser Frage widmet sich nun auch das tjg in seiner Bädertour, die am Freitag unter den blühenden Kastanien des Stauseebades Cossebaude ihre Premiere feierte.

„Glück“ prangt in großen Lettern auf dem aufklappbaren LKW, mit dem das Ensemble in den nächsten Wochen durch Dresdens Bäder tourt und die Zuschauer mit Sprachwitz, Liedern, schnellen Kostümwechseln und Puppen auf rasant-verrückte Weise unterhält. Denn in Peter Ensikats Version des berühmten Märchens (Regie: Marc Wortel) gibt es nicht nur einen Hans, sondern zwei. Und während sich der eine trotz offensichtlicher Verluste von einem Glück ins nächste purzeln sieht, will sein Alter Ego trotz guter Geschäfte immer noch mehr.

Es ist vor allem die Figur dieses gierigen Hans (Ulrich Wenzke), die dem Stück Witz und Tempo verleiht. Für jedes Geschäft schlüpft er in ein anderes Kostüm – vom Cowboy, der sein Pferd gegen den Goldklumpen tauscht, über den Gaucho, der seine Kühe für das Pferd gibt, über den Chinesen, der sein Schwein als gutes Geschäft für die Kühe anpreist, bis zur Nonne, die das Schwein für eine Gans eintauscht. Nicht nur die Kinder, auch der gutmütige Hans (Marc Simon Delfs) durchschauen das Spiel recht schnell – und prusten deshalb schon, als der gierige Hans schließlich versteckt in einem Busch als Scherenschleifer daherkommt.

Witzig und phantasiereich sind jedoch auch die Tiere selbst (wunderbar: Patrick Borck, Ulrike Schuster und Bettina Sörgel). Ein paar Pferdeköpfe (Kostüme: Grit Dora von Zeschau) und die sehr lebensechten Gesten und Geräusche der Darsteller reichen aus, um tatsächlich die schnaubenden und mit den Hufen scharrenden Pferde vor sich zu sehen. Aus einem Paar oranger Gummihandschuhe und einem Kopfkissen wird auf zauberhafte Weise eine sehr lebendige Gans. Den jungen Zuschauern am sympathischsten ist sicher das bauchtanzende Schwein, das in orientalischer Exotik auftritt und sich mit Turnübungen vor dem Kochtopf retten will (denn jeder weiß: ein fettes Schwein ist ein totes Schwein).

Für zusätzlichen Pfiff sorgt Silke Krause am Klavier, die mit der Musik von Jacob Bussmann den schnell wechselnden Szenen die passende Klangfarbe verleiht. Als Herausforderung entpuppt sich an einigen Stellen die Spielstätte, ist es doch gerade für die kleineren Knirpse nicht immer leicht, dem Geschehen auf der Wiese vor dem LKW zu folgen. Das Experiment einer erstmaligen Bädertour ist dem Umzug des tjg ins Kraftwerk Mitte geschuldet. Vor den intensiven Proben in der neuen Spielstätte ab Herbst will das Ensemble noch möglichst viel Sommertheater unter freiem Himmel spielen und dabei auch ungewohnte Orte nutzen. Und in der Tat hat es auch Charme, dem Stück im Liegestuhl zu folgen – im Rücken die große Rutsche und den ein oder anderen Zaungast in Badehose.

Und wo sonst als im Freibad ist man geneigt, die Leichtigkeit des Glücks zu spüren und zu schätzen? Wer wollte sich schon mit einem Klumpen Gold an der Wasserrutsche anstellen!

Tjg-Bädertour mit „Hans im Glück“ (ab 6 Jahre), nächste Vorstellungen: Waldbad Weixdorf: 27. bis 29. Mai, Georg-Arnold-Bad: 3. bis 5. Juni, Freibad Prohlis: 10. bis 12. Juni, Waldbad Langebrück: 17. bis 19. Juni, Naturbad Mockritz: 24. bis 26. Juni, Freibad Cotta: 5. bis 7. August, Freibad Wostra: 12. bis 14. August, Stauseebad Cossebaude: 19. bis 21. August

Der Besuch der Vorstellung ist im Badeintritt enthalten. Tickets gibt es an der Kasse des jeweiligen Bades.

Zeiten und mehr Infos unter www.tjg-dresden.de und www.dresdner-baeder.de

Von Birgit Andert

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