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Thomas Stelzer schenkt sich zu seinem 50. Geburtstag ein Open Air in der Jungen Garde

Thomas Stelzer schenkt sich zu seinem 50. Geburtstag ein Open Air in der Jungen Garde

Thomas Stelzer hat sich etwas vorgenommen: "50 Kilometer Mindestabstand" will er von seiner Heimatstadt wahren, keine "Mucken" mehr in Dresden spielen, wie der Pianist und Sänger sagt.

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Thomas Stelzer in Aktion. Am Sonntag wird der Dresdner Pianist und Leiter zahlreicher Bandprojekte 50 Jahre alt.

Quelle: PR

Ob sich das durchhalten lässt? Stelzer ist bekennender Live-Musiker und mit seinen wenigstens sechs Bandprojekten oder als Solist regelmäßig auf irgendeiner Bühne dieser Stadt anzutreffen. Und außerdem ist es mit den Vorsätzen zum neuen Lebensjahr ja immer so eine Sache...

Wobei sich Stelzer die Abstinenz von Elbflorenz aus ganz anderem Grund aufbürdet: Am 19. Januar feiert er im mehr oder weniger privaten Rahmen mit ein paar dutzend Menschen seinen 50. Geburtstag. Am 28. Mai lädt er dann aus gleichem Anlass zu einem großen Konzert in die Junge Garde. "Da passen 4000 Leute rein", sagt Stelzer. "Ein Wahnsinnsprojekt." Um das Interesse dafür zu schüren, macht sich Stelzer in den nächsten Monaten so rar, wie es eben geht.

Auftritte im Volkshaus Laubegast (24.1.), Dixiebahnhof (1.2.) oder zum Dixielandfestival am Goldenen Reiter (17.5.) sind neben anderen die Ausnahmen von der Regel, was aber bisher nichts geschadet hat. Bereits 1500 Karten habe er für sein Geburtstagskonzert "Thomas feiert 50!" verkauft, teilt Stelzer mit und sieht darin eine Bestätigung für seinen Mut, das Projekt anzugehen. Den hatte er schon einmal bewiesen, als er seinen 40. im Kulturpalast feierte, trotzdem musste ihn Veranstalter und Freund Bernd Aust erst dazu überreden, sich in die Junge Garde zu wagen.

Dort werden neben allen Bandprojekten von Stelzer, mit der Ausnahme von The Burnes, auch namhafte Musiker der Jazz- und Bluesszene erwartet. So wird Chris Barber, der 83-jährige Posaunist aus England, auftreten. "Er hat schon erfolgreich Musik gemacht, da hat es mich noch nicht gegeben", sagt Stelzer über den großen Mann des britischen Jazz. Aus New Orleans kommen Marc Adams (Pianist), John Fohl (Gitarrist), Jason Mingledorf (Saxophon), Alyn Robinson (Schlagzeug) und Benny Turner (Bassist). "Insgesamt sind es 40 Mitwirkende, wenigstens 20 von auswärts", sagt Stelzer.

Etwa 3000 Konzerte hat der 49-Jährige bisher gegeben, war bei rund 50 Festivals dabei. Ähnlich proper sehen seine Pläne für die Zukunft aus: Zwei CDs sind in Arbeit. "Fufftsch", ein Album mit in Dresden und New Orleans aufgenommenen Liedern, soll zum Geburtstagskonzert Ende Mai erscheinen. Außerdem versucht Stelzer, bis dahin das siebte Album seines Gospelchors, "Gospel Passenger", zu produzieren. In etwa einem Jahr steht dann die nächste Reise nach New Orleans an, Stelzers Sehnsuchtsort. Drei Wochen bis drei Monate will er in dieser "Wiege der heutigen populären Musik" bleiben. "Die haben im vorigen Jahrhundert in jedem Jahrzehnt eine neue Musikrichtung entwickelt", sagt Stelzer. Er selbst sei immer auf der Suche nach Neuem, könne Stillstand nicht ausstehen. Grund genug für ihn, zum Musikpraktikum ins "The Big Easy" zu gehen, wie die Hafenstadt im Süden der USA auch genannt wird. Auf Einladung der befreundeten Musiker Marc Adams und John Fohl wird er sich die Studioarbeit ansehen, gemeinsam mit verschiedenen Musikern an Klavier und Hammond-Orgel musizieren und auch hie und da auftreten.

"Auch die Musikergewerkschaft interessiert mich, so etwa braucht es hier auch", sagt Stelzer. Unter 100 Euro sollte kein Musiker in Dresden auftreten müssen, findet er. Sieht er als Gewerkschafter ein neues Betätigungsfeld? "Das Engagement könnte ich mir schon vorstellen - in höherem Alter", sagt Stelzer. Auch mit 50 will er vor allem eines: seine Musik vor Publikum spielen.

28. Mai, Junge Garde, Karten für 25 Euro unter mail@thomasstelzer.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.01.2014

Uwe Hofmann

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