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Theaterruine St. Pauli startet mit Gastspiel des Filmfestes am Freitag in die neue Saison

Theaterruine St. Pauli startet mit Gastspiel des Filmfestes am Freitag in die neue Saison

Das gläserne Dach zahlt sich für den Verein Theaterruine St. Pauli aus. Diesen Schluss lässt ein Blick auf die Zuschauerzahlen der vergangenen Spielzeit zu. "Etwa 12000 Besucher sind zu unseren Theaterstücken und Konzerten gekommen.

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Durch das Glasdach sind die Veranstaltungen in der Ruine wetterfest.

Quelle: Theaterruine St. Pauli

Im Jahr davor ohne Dach waren es 10000", berichtet der künstlerische Leiter Jörg Berger. Allerdings sei der Start durchaus schleppend gewesen.

"Am Anfang mussten wir einige Veranstaltungen ausfallen lassen, weil nur vier, fünf Leute da waren. Erst gegen Mitte der Saison lief es richtig gut", so Berger. Als Fehler bezeichnete er dabei, dass beliebte Konzerte wie das von Gerhard Schöne erst im August stattfanden. Aus dieser Erfahrung hat das etwa 120 Mann und Frau starke St. Pauli-Team gelernt und kann sich bereits vor Beginn der Spielzeit am 19. April über einen ersten Erfolg freuen.

"Alle 250 Tickets für das Konzert von Das Blaue Einhorn am 10. Mai sind verkauft", so Berger. Insgesamt stehen bis zum 6. Oktober 20 Konzerte auf dem Programm. Neben den Musikern vom Blauen Einhorn, die am 13. September erneut zu erleben sind, können sich die Besucher unter anderem auf einen gemeinsamen Auftritt des Dresdner Soul-Jazz-Gospel-Art-Rock-Fun-Chores Wild Roses Crew gemeinsam mit dem Jazzchor Stuttgart am 6. Juli freuen. Zum ersten Mal gastiert zudem das Gitarrenduo Dirks & Wirtz am 11. August mit seinen lateinamerikanischen Klängen in den altehrwürdigen Mauern der St. Pauli-Ruine. Gleiches gilt morgen für das Filmfest. Dann ist der Spielfilm "Das Alte Lied" zu sehen, dessen besonderer Reiz darin besteht, dass er kurz nach der Wende zum Teil in der St. Pauli-Ruine gedreht wurde. Trotz der Neuerungen gibt es aber auch Dinge, die konstant geblieben sind. Bei der Zahl der Inszenierungen ist das der Fall.

Wie im Vorjahr bietet der Verein seinem Publikum sechs Theaterstücke, inklusive zwei Premieren, an. Den Auftakt macht bei den neuen Stücken am 31. Mai die Komödie "Helena", die vom trojanischen Prinzen Paris handelt, der zwischen drei Göttinnen entscheiden muss, welche die Schönste ist. Als Venus ihm die Liebe Helenas, der schönsten Frau der Welt, verspricht, gewinnt sie. Allerdings ist Helena verheiratet. Ihre Liaison löst in der Folge den Trojanischen Krieg aus. Mit Witz, Humor und heiterer Musik führt das Stück aus der Feder von Peter Hacks die Scheinheiligkeit der moralischen und staatlichen Instanzen vor und beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen individueller Sehnsucht und gesellschaftlicher Verantwortung.

Für gute Stimmung sollte auch das Stück "Arzt wider Willen" sorgen, das am 19. Juli Premiere feiert. Darin verpasst die Frau des Trunkenbolds Sganarelle ihrem Mann einen saftigen Denkzettel, indem sie ihn in einer Situation, in der dringend ein Arzt benötigt wird, als Wunderheiler anpreist, der allerdings nach ihrer Aussage nur seine ärztliche Kunst unter Gewaltanwendung entfalten könne. Kein Wunder, dass es da reichlich Schläge gibt.

Im bestehenden Repertoire der St. Pauli-Ruine stehen wieder "Der Diener zweier Herren", "Der gute Mensch von Sezuan", "Der Campiello" sowie "Purcells Traum von König Artus" auf dem Programm. Letzteres Stück ist zudem bei der Langen Nacht der Dresdner Theater am 18. Mai zu erleben, an dem die St. Pauli-Ruine zum ersten Mal teilnimmt. Bessere Möglichkeiten gibt es dank der Überdachung auch für Tanzprojekte. Wer sich davon überzeugen möchte, hat am 6. Juni Gelegenheit dazu. Dann ist die Tanzproduktion "Hot Dog" von Massimo Gerardi zu Gast, die sich mit dem Alltäglichen in der Kunst sowie mit Teilhabe und Reproduktion auseinandersetzt.

"Dadurch, dass wir jetzt wetterfest sind, möchten wir den Bereich Tanz in den kommenden Jahren stetig weiterentwickeln", sagt Jörg Berger, der sich nicht nur über die zahlreichen neuen Projekte freut, sondern auch über die positive Stimmung im Verein. "Im letzten Jahr ohne Dach war alle zwei Tage das Umweltamt da, um den Lärm zu messen. Durch die Unsicherheit war die Stimmung sehr schlecht", erinnert sich der Regisseur. Das sei jetzt deutlich besser und werde sich auch auf die Stücke auswirken.

@www.theaterruine.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.04.2013

Stephan Hönigschmid

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