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The London Quartet gastiert am Freitag in der Dresdner Dreikönigskirche

The London Quartet gastiert am Freitag in der Dresdner Dreikönigskirche

Wer gern richtig gepflegtes Oxford-English hört, der ist hier richtig. Wer es mag, wenn in dieser Aussprache, in diesem distinguierten Tonfall, mit steifer Oberlippe und auch ansonsten unbewegter Mimik eine absurde These geäußert, eine verdrehte Geschichte erzählt oder auch mal kräftig unter die Gürtellinie gelangt wird, für den ist der Besuch bei The London Quartet Pflicht.

Aber auch wer "nur" auf feinsten A-Cappella-Gesang steht, auf klassische Vokalpolyphonie, auf barocke Kompositionen, Folk- und Musicalsongs, Jazz- und Poparrangements, Wagnerhymnen und Jodel-Stücke - also eigentlich jeder, der Gesangskunst zu schätzen weiß - kommt hier auf seine Kosten. Richard Bryan, Stephen Brooks, Mark Fleming und Michael Steffan sind klassisch ausgebildet - zwei Tenöre, ein Countertenor und ein Bariton stehen da auf der Bühne. Aber vermutlich war ihnen das irgendwann einfach nicht genug und so durchbrachen sie die strengen Reglements des klassischen Konzertbetriebs. Wobei diese ja in Good Old England - siehe die Last Night of the Proms - ohnehin nicht so knochentrocken-bierernst sind.

Die vier Männer ewig mittleren Alters, ehemals als Cantabile bekannt, zelebrieren ihre einzigartige Mischung aus Gesang und feinster britischer Comedy seit fast 20 Jahren. Sie spielten schon im Buckingham Palast, Gerüch- ten zufolge ließen sie die Queen sogar einmal warten. Ob sie danach noch einmal eingeladen wurden, ist nicht bekannt. Sie spielten in den traditionellen West-End-Theatern Londons und auf den Kanälen der altehrwürdigen BBC. Aber auch in Konzerthallen rund um den Globus, überall dort, wo man musikalisches Können ebenso zu schätzen vermag wie gepflegten Witz. In Jena haben ihre Silvester-Konzerte mittlerweile Kultstatus.

Den gilt es nun in Dresden zu begründen. Zum ersten Mal kommt The London Quartet ei- nen Tag vor dem Jahreswechsel in die Dreikönigskirche. "Dieses Quartett hat die seriöse Comedy erfunden", schrieb die seriöse "Zeit". Wir wünschen einfach allerbeste Unterhaltung!

The London Quartet, Freitag 20 Uhr, Dreikönigskirche. Eintrittskarten kosten 20, ermäßigt 16 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.12.2011

Beate Baum

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