Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
The Elwins aus Kanada mit fröhlichem Surfpowerpop im Dresdner Bärenzwinger

Konzert The Elwins aus Kanada mit fröhlichem Surfpowerpop im Dresdner Bärenzwinger

Ach, die Elwins. Auch schon mindestens zehn Jahre dabei und doch so beschwingt wie eh und je. Die Musik der kanadischen Indieband ist wie die leuchtende Sonne nach drei tristen Tagen Schmuddelwetter, höchst willkommen in frostigen Zeiten wie diesen. An dem hingebungsvoll geschrammelten Gitarrenpop des Quartetts aus Keswick, Ontario, um Sänger und Mastermind Matthew Sweeney sind Trends und Hypes ziemlich spurlos vorübergegangen.

Dresden. Ach, die Elwins. Auch schon mindestens zehn Jahre dabei und doch so beschwingt wie eh und je. Die Musik der kanadischen Indieband ist wie die leuchtende Sonne nach drei tristen Tagen Schmuddelwetter, höchst willkommen in frostigen Zeiten wie diesen. An dem hingebungsvoll geschrammelten Gitarrenpop des Quartetts aus Keswick, Ontario, um Sänger und Mastermind Matthew Sweeney sind Trends und Hypes ziemlich spurlos vorübergegangen. Was ja absolut nichts Negatives ist und bei Einflüssen wie den Beatles, den Beach Boys oder auch The Shins aus Albuquerque nicht verwunderlich ist. Auf die Songs kommt es an – und die sind allerliebstes Ohrenfutter, auch wenn der Sound beim Auftritt im Gewölbe des Bärenzwingers doch etwas arg dröhnend rüberkam. Klar, mit etwas mehr Strom und Rotz könnten The Elwins sogar nach den Strokes klingen, tun sie aber nicht und das ist auch gut so.

Äußerlich sehen die mehr als nur einen Hauch Retro-Charme verbreitenden Musiker ja immer noch ein bisschen wie Highschool-Nerds aus, wie Brüder im Geiste der Protagonisten der Sitcom „The Big Bang Theory“, aber letztendlich stehen sie sich im Gegensatz zu Sheldon & Co nicht selbst im Weg und wissen das Leben zu genießen. Alles an dieser sich durch refrainstarke Heuler, knackige Gitarren, starke Riffs und hübsche Keyboard-Figuren auszeichnenden Musik dieser Band ist so fröhlich, lebensbejahend und leichtfüßig, dass es schon fast unheimlich ist. Gut, manchmal wirken sie schon fast wie Kindsköpfe, wenn sie sogar mal am Boden wälzend die Saiten bearbeiten oder das Keyboard zum Kippeln bringen, aber vielleicht sollte man sich die Jungs auch einfach als Vorbild nehmen und mit „And I Thank You“ im Ohr ebenso unbekümmert strahlend durch die Welt strolchen. Wenn schon süchtig, dann nach Harmonie! Dennoch sollte man sich auch nicht zu sehr täuschen lassen. The Elwins machen sich nicht jene aufgesetzte Fröhlichkeit des kunterbunten Popgeschäfts zu eigen, wo alle für immer jung sind und auch sonst hip und hop.

Beim Gros der Song geht die Post ab, es gibt aber auch Verträumtes, zudem gelegentlich kleine Ruhepausen in dieser breit grinsenden Tour de Force. Die Textzeilen sind simpel genug, um sie auch nach dem x-ten Bier noch halbwegs auf die Kette zu kriegen. Die Musik der Elwins ist jedenfalls originell, ohne in irgendeiner Weise innovativ zu sein. Ist auch eine Kunst, die man erst mal hinkriegen muss.

Von Christian Ruf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr