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Technischen Sammlungen Dresden: Durch Erlebnisland Mathe haben sich Besucherzahlen verdreifacht

Technischen Sammlungen Dresden: Durch Erlebnisland Mathe haben sich Besucherzahlen verdreifacht

Das vor fünf Jahren als Mitmachausstellung für Kinder und Jugendliche eröffnete "Erlebnisland Mathematik" hat sich für die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) als voller Erfolg erwiesen und für internationale Ausstrahlung gesorgt: Die Besucherzahlen haben sich seitdem verdreifacht und das Technikmuseum in Striesen wird nun auch von vielen Jugendlichen und Familien nicht nur aus Dresden, sondern auch aus dem Ausland aufgesucht.

Das schätzten TSD-Direktor Roland Schwarz sowie Matheland-Miterfinder Prof. Volker Nollau ein. Statt etwa 25 000 Jahresbesucher vor der Eröffnung des "Erlebnislandes Mathematik" am 5. September 2008 kommen nun etwa 80 000 Gäste pro Jahr in die TSD. Am Sonnabend lädt das Museum daher zu einer großen Geburtstagsfeier ein.

Schwarz und Nollau kündigten an, die interaktive Ausstellung weiter auszubauen und um Ferienkurse zu erweitern. Zudem öffnen die TSD in den nächsten Monaten weitere Attraktionen, die an das Mitmachkonzept des Mathelandes anknüpfen: Ab Oktober geht das neue "DLR-Schoollab" in den Probebetrieb. Im ersten Quartal 2014 folgt gleich dane- ben die Mitmach-Show "Cool Silicon", die Besuchern die Dresdner Nanoelektronik-Forschungen veranschaulicht. Etwa zeitgleich öffnet in den ehemaligen Direktionsbüros der Ernemannwerke eine erweiterte Kino- und Fototechnik-Schau - möglich wird dies durch ein neues, großzügiges Entrée, das derzeit an der Schandauer Straße gebaut wird und das alte Foyer an der Junghansstraße ersetzt. Insgesamt kosten diese Umbauten rund 1,5 Millionen Euro. All dies folge auch dem Ziel, die Technischen Sammlungen "zum Schaufenster der modernen Technologieforschung im Raum Dresden" zu machen, sagte Direktor Schwarz.

Initiatoren des Mathelandes waren die emeritierten TU-Professoren Bernhard Ganter und Volker Nollau, die nach dem Vorbild des "Mathematikums" in Gießen eine Ausstellung anstrebten, die "Mathematik spielerisch erfahrbar" machte, wie Nollau betonte. Dazu gehören beispielsweise Experimente mit Riesenseifenblasen, Würfelspiele, Klanginstallationen, eine mit Rennautos bestückte Möbiusschleife und - für die Kleinsten - eine "Epsilon"-Spielecke. Dies sorgte nicht nur für einen Besucheransturm, sondern auch eine Verjüngung des TSD-Publikums. In Kooperation von Stadt, Land und TU hat sich das Erlebnisland Mathe seitdem auf 1000 Quadratmeter mit über 100 Mitmach-Exponaten ausgedehnt.

Nach der Testphase im Oktober steht den jungen Dresdnern ab Mitte November offiziell mit dem Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine neue Attraktion in den TSD zur Verfügung. Dort können sie dann eigene Experimente rund um die Forschungsthemen "Mobilität" und "Energie" unternehmen. Perspektivisch will Schwarz dann auch die TSD-Ausstellungen über Foto-, Kamera- und Rechentechnik modernisieren und interaktiver machen. "Wir werden so nach und nach zu einem modernen Zentrum der Wissenschaftskommunikation."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.09.2013

Heiko Weckbrodt

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