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Technische Sammlungen Dresden zeigen Ausstellung über das Kamerawerk Ihagee

Technische Sammlungen Dresden zeigen Ausstellung über das Kamerawerk Ihagee

„Die Sprüche ‚Exakta in aller Welt‘ und ‚die Kamera, die alles hat, alles kann und alles versteht‘ klingen wie Werbeslogans der 50er Jahre, aber tatsächlich war das damals die Realität", erklärt Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen Dresden.

Gemeint ist die Exakta Varex - eine der erfolgreichsten Spiegelreflexkameras des Dresdner Unternehmens Ihagee (Industrie- und Handelsgesellschaft m.b.H). 1956 erreichte das Kamerawerk einen absoluten Höhepunkt in seiner Geschichte, denn 85 Prozent der Modelle wurden ins Ausland geliefert. Sprich: Exakta in aller Welt!

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Historische Apparate anderer Dresdner Hersteller wie Zeiss Ikon und Ernemann sind ebenfalls Teil der Ausstellung.

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Derzeit gastiert die gleichnamige Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3. Anlass ist die Gründung der Ihagee 1912, also genau vor 100 Jahren, durch den Niederländer Johan Steenbergen.

„Insgesamt können 35 Modelle der Ihagee besichtigt werden", erzählt Andreas Krase, Kustos für Fotografie und Kinematografie. Informative Tafeln berichten über wichtige Persönlichkeiten des Unternehmens sowie über die Anfänge, Erfolge und das Ende der Ihagee.

Der Durchbruch des Dresdner Unternehmens gelang im Jahre 1936, als der Konstrukteur Karl Nüchterlein die erste Spiegelreflexkamera im Kleinbildformat entwarf: Die Kine-Exakta wurde zu 91.995 Stück über 14 Jahre lang produziert und bescherte der Ihagee den Ruf als eines der besten Unternehmen der Branche weltweit. 1950 wurde dann die Produktion der Kine Exakta eingestellt und von der Exakta Varex abgelöst. Das Modell wurde über 17 Jahre lang hergestellt, bis interne Streitigkeiten im Unternehmen zum Ende der Ihagee führten.

Diese begannen bereits 1959, als Johan Steenbergen den Sitz des Kamerawerks von Dresden nach Frankfurt am Main verlegte. Seit den 60er Jahren führten das neue Westwerk und das Dresdner Unternehmen Prozesse um Sitzverlegung, Warenzeichen und Patente. Dies und der verpasste Anschluss an die Mikroelektronik führten schließlich dazu, dass das DDR-Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Am 2. Januar 1970 wurde die Ihagee in das Kombinat VEB Pentacon Dresden eingegliedert.

Nadine Steinmann

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