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Tausende Kunstinteressierte kamen zur 15. Auflage der "Offenen Ateliers" in Dresden

Tausende Kunstinteressierte kamen zur 15. Auflage der "Offenen Ateliers" in Dresden

Ein Raum mit schummrigem Licht, es riecht nach Farbe - das Atelier des Dresdner Künstlers Steffen Schiemann befindet sich seit fünf Jahren in einem verlassen wirkenden Haus auf der Trachenberger Straße.

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Zu Gast im Atelier von Bärbel Voigt (r.) waren Gudrun und Hartmut Müller.

Quelle: Dietrich Flechtner

am Wochenende gab es für Interessierte wieder die Möglichkeit, die Arbeitsstätten von insgesamt 76 Kunstschaffenden, darunter Schiemann, zu besichtigen, ihre Werke kennenzulernen und angeregte Gespräche zu führen: zur 15. Auflage der "Offenen Ateliers". Steffen Schiemann beteiligt sich zum ersten Mal an der Veranstaltung. Man kann bei ihm erfahren, in welcher Umgebung die stark reduzierten, oft in dunklen Farbtönen gehaltenen, abstrakten Werke entstehen. Eine gewisse Melancholie verbreiten sie. Diese Stimmung wird verstärkt durch die Dunkelheit der Räume. "Ich habe hier leider keinen Strom", erklärt Schiemann. "Deswegen kann ich nur arbeiten, wenn es draußen hell ist." Mit der Veranstaltung sei er zufrieden, meint der Künstler. Einige Interessierte haben sich sein Atelier heute schon angesehen - bis zum offiziellen Ende der "Offenen Ateliers" abends um sechs wird er die Türen aber wohl nicht öffnen können. "Da spielt die Sonne nicht mit."

Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist der Student Konrad Sternisko, jedoch nicht als Teilnehmer, sondern als Besucher. Sein Vater habe ihm den Tipp gegeben, erzählt er, und so trifft man ihn nun durch die Ateliers in der ehemaligen Schokoladenfabrik auf der Hopfgartenstraße 1a schlendernd. Sieben Künstler präsentieren ihre Arbeiten in dem alten, fast mystisch wirkenden Gebäude - darunter die Architektin Anke Ewers, die mittlerweile freischaffend künstlerisch tätig ist. Ihre Bilder sind bunt und verspielt, teils aber auch sehr grafisch mit vielen geometrischen Formen. Die aktuellsten Werke sind abstrakte Porträts, sehr farbig gehalten und teils als Collage angefertigt, auch mit Fotografie befasst sich Anke Ewers und bietet somit eine Vielfalt an Eindrücken auf kleinstem Raum.

Seit mittlerweile elf Jahren nimmt sie an den "Offenen Ateliers" teil. Vor allem die Gespräche gefallen ihr. "Hier ist alles etwas ungezwungener als bei einer Ausstellung. Man kann einfach Kuchen essen, mit Leuten über seine Kunst reden und auch einmal sehen, was die anderen Kollegen im Haus so machen", meint sie. Die Resonanz sei dabei jedes Jahr gut.

"Insgesamt zog es dieses Jahr zwischen 6000 und 7000 Interessierte in die Dresdner Ateliers", sagt Stefanie Wahrenberg von der Agentur Subdesign. "Durch die großzügige Unterstützung einiger Sponsoren konnten wir diese Veranstaltung glücklicherweise auch dieses Jahr realisieren", freut sie sich. Damit auch eine 16. Auflage der "Offenen Ateliers" stattfinden kann, sollten erwachsene Besucher dieses Jahr einmalig für zwei Euro ein Armbändchen erwerben, mit dem sie dann Zutritt zu allen Ateliers hatten. "Wir hoffen, damit niemandem auf die Füße getreten zu sein", meint Wahrenberg. "Die Werbekosten für nächstes Jahr haben wir dadurch aber wahrscheinlich schon zusammen - das ist wichtig". Also werden auch im November 2014 wieder zahlreiche Dresdner durch die Ateliers ziehen können.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.11.2013

Johann Voigt

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