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Tanztheater Derevo bis 2017 im Dresdner Festspielhaus Hellerau

Tanztheater Derevo bis 2017 im Dresdner Festspielhaus Hellerau

Das international renommierte Tanztheater Derevo hat seine Kooperation mit dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden Hellerau bis 2017 verlängert.

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Quelle: Arno Burgi dpalsn

Wegen Baumaßnahmen muss die Compagnie ab Monatsende aber im Provisorium arbeiten, wie Pressesprecherin Isolde Matkey am Donnerstag sagte. Bis dahin haben zwei Stücke mit politischen Hintergrund Premiere: Im Deutschen Hygiene-Museum wird am Samstag einmalig die Performance „Wenn ich gehe, nehme ich die ganze Welt mit mir“ aufgeführt, Ostern folgt mit „Infernal Ball“ die Deutsche Erstaufführung einer Kooperation mit der ungarischen Yvette Bozsik Company in Hellerau.

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Das aus Russland stammende Tanztheater Derevo probt im Hof des Hygiene-Museums Dresden für die Uraufführung des Stückes „Wenn ich gehe, nehme ich die ganze Welt mit mir“.

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Die Performance ist eine tanztheoretische Auseinandersetzung zwischen Formalismus und Form, wie Ensemblechef Anton Adassinsky sagte. Der Petersburger Komponist Nikolai Gusev, der die aktuelle Situation in Russland aufmerksam verfolge, schrieb dafür eine marschbetonte und brutale Musik. „Er ist einer der Verfechter der Ansicht, dass Musik keine Unterhaltung ist, sondern Teil der Kultur, mit Einfluss auf eine Nation.“

Für „Infernal Ball“ standen Motive des Dichters Nikolai Gogol und Musik von Alfred Schnittke Pate. Die Inszenierung, die im März beim Budapester Spring Festival Premiere feierte, sei sehr aktuell. „Es geht um das Spannungsverhältnis von Poeten und Gesellschaft“, sagte Adassinsky. „In Russland herrscht augenblicklich eine Zensur des kulturellen Denkens.“ Theater werden kontrolliert, Konzerte ab- oder untersagt, Ausstellungen und Galerien geschlossen. „Es ist eine sehr merkwürdige Situation, die schon an die 30er Jahre erinnert.“ Bis Dezember plant Derevo neben einem Dutzend Auftritten in Dresden Gastspiele in Polen, Italien und dem russischen Woronesh. 2013 kamen laut Matkey rund 2700 Besucher zu den Vorstellungen in Dresden.

Das aus St. Petersburg (Russland) stammende Ensemble um Anton Adassinsky hat seit 2003 ein festes Domizil in der sächsischen Landeshauptstadt.

dpa

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