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Susanne Fröhlich begeisterte bei Thalia mit ihrem Buch "Lackschaden"

Susanne Fröhlich begeisterte bei Thalia mit ihrem Buch "Lackschaden"

In jeder Hinsicht, da ist sich Andrea Schnidt sicher. Optisch gebe es schon mal keinen Zweifel. "Mit Mitte Vierzig wächst der Aufwand, aber das Ergebnis steht dazu leider nicht mehr im optimalen Verhältnis.

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Der Lack ist ab. " Das einzige, womit es kontinuierlich aufwärts gehe, sei das Gewicht. Die Hormone? Die "machen die Flatter", verließen wohl "das sinkende Schiff".

Ab ist der Lack auch in der Beziehung, das Sexleben ist sogar regelrecht lackfrei. Andrea fühlt sich geduldet, nicht zuletzt aufgrund des Versorgungsaspekts. Stimmt der, dann gibt sogar die völlig verwirrte Tochter Ruhe, die kurz davor ist, Ehrenmitglied bei den Messies zu werden und gerade die Veganerin in sich entdeckt hat.

Andrea Schnidt ist eine Kunstfigur, aber eine, deren Probleme mit (an sich natürlich geliebtem) Mann und Kindern, mit Freunden, Job und Wechseljahren einem nur zu vertraut vorkommen, naja, Männern das mit den Wechseljahren vielleicht nicht, denn "Wechseljahre" heißt bei ihnen, dass sie die Frau an ihrer Seite wechseln. Geschaffen hat diese Figur Susanne Fröhlich, die, präsentiert von den DNN, bei Thalia am Dr.-Külz-Ring ihr neues Buch "Lackschaden" vorstellte.

Mit gewohnt "altersheimtauglicher Stimme", so dass sie auch von den Fans in den hinteren Reihen gut zu verstehen war, denen sie selbstironisch als Trost zu verstehen gab: "Ich bin neunundvierzigeinhalb, der Anblick ist ernüchternd". Die Lesung war ein Heimspiel. Wenn Fröhlich in Dresden liest, dann ist die Hütte voll wie bei Dynamo bei einem Ostderby. Dann ist Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute. Schon weil der Witzfaktor hoch ist. Etwa wenn Fröhlichs Protagonistin bei einem Treffen zum Brunch mit Freundinnen erleichtert registriert, als die Diskussion um Sex geht, dass sie "nicht Letzte auf der Wann-War-Dein-Letzter-Sex-Liste" ist.

Die Geschichten seien, so die Fernsehmoderatorin und Bestsellerautorin, "aus dem Leben gegriffen, aber nicht aus meinem". Sie hätte auch nicht in ihrem persönliches Umfeld geplündert, "sonst hätte ich bald kein persönliches Umfeld mehr". Auch "mein Ex war anders", stellt Fröhlich klar, die verrät, dass sie sich mit ihrem Ex-Mann noch gut verstehe. Dass der so schlau gewesen sei, kompliziere die Suche nach einem neuen Partner - "Ich will mich ja nicht verschlechtern", flachst die Hessin. Sie läuft mittlerweile - soviel zum Thema "persönliche Herausforderung" - Marathon, was sie "leichter als erwartet" fand. Ein Marathon sei auch eine gute Möglichkeit, Männer kennenzulernen. "Männer über Männer", sagt Fröhlich, die trocken hinterherschiebt: "Wenn man einen kleinen schnellen Kenianer will, muss man natürlich mehr trainieren."

Was ihre Literatursendung im Fernsehen angehe: Sie habe ein Mitspracherecht bei den Gästen - und ja, sie lese alle Bücher, über die sie sich unterhalte, auch bis zum Ende. Denn sie hasst es, wenn Journalisten, die sie über ihr jeweils letztes Buch interviewen wollen, auf Verständnis hoffend dreist verkünden, dass sie es nicht gelesen hätten.

Neue Romane über Andrea Schnidt könnten folgen, denn "ich mag den Gedanken, dass die Heldin älter wird". Auch sonst hat Fröhlich allerlei Pläne für die Zukunft. Will Fremdsprachen lernen, sich ein bisschen die Welt ansehen, auch wenn der letzte Rentenbescheid sie ernüchtert habe. C. Ruf

Susanne Fröhlich: Lackschaden. Krüger Verlag, 280 Seiten, 16,99 Euro

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.04.2012

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