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Striezelmarkt bleibt Liebling der Dresdner

Striezelmarkt bleibt Liebling der Dresdner

Der Striezelmarkt hat für die Dresdner ein Stückchen an Reiz verloren. Das zeigen die Umfrageergebnisse des aktuellen DNN-Barometers. Das Institut für Kommunikationswissenschaft an der TU-Dresden hat im Auftrag der Dresdner Neuesten Nachrichten 514 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen in den Tagen vom 19. bis zum 29. November über Dresdens Weihnachtsmärkte befragt.

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Von Madeleine Arndt

Drei Viertel von ihnen finden, dass der traditionelle Striezelmarkt auf dem Altmarkt immer noch eine Attraktion ist, 24 Prozent glauben es eher nicht, ein kleiner Rest war sich unsicher. Dagegen zeigten die Befragten in den Vorjahren mehr Begeisterung. Im November 2011 bezeichneten 83 Prozent der Dresdner den Weihnachtsmarkt als Attraktion, 2010 sogar 87 Prozent. Nur 14 Prozent (2011) bzw. elf Prozent (2010) empfanden ihn als nicht sehenswert.

Weniger Einheimische würden in diesem Jahr außerdem Nichtdresdnern wegen des Striezelmarktes eine Fahrt in die Landeshauptstadt empfehlen. Im vergangenen Jahr schien 84 Prozent der Befragten der Striezelmarkt eine Reise wert, nun nur noch 77 Prozent. Zu vermuten ist, dass der Weihnachtsmarkt aufgrund der kontroversen Diskussionen um die "Skandalfichte" Federn gelassen hat (DNN berichteten). Der am 3. November aufgestellte Striezelmarkt-Weihnachtsbaum erhitzte wegen seines Aussehens die Gemüter von Anwohnern, Händlern und Passanten. Die Striezelfichte wurde als schief, zerfleddert und dürftig gescholten.

Ungeachtet dessen bleibt der Striezelmarkt der beliebteste Weihnachtsmarkt der Stadt. 36 Prozent der Befragten (2011: 41 Prozent) ziehen ihn allen anderen Adventsmärkten vor. An zweiter Stelle kommt mit 20 Prozent der Markt an der Frauenkirche, an dritter mit 18 Prozent der Mittelaltermarkt im Stallhof. Weit abgeschlagen folgen andere Adventshöhepunkte wie der Weihnachtsmarkt am Blauen Wunder (acht Prozent), der Hauptstraßenmarkt (vier Prozent) sowie die Weihnachtsbuden auf der Prager Straße und die Funkelstadt (ein Prozent).

Auch hält die schlechtere Beurteilung des Striezelmarktes die Dresdner nicht davon ab, weiterhin über ihn zu schlendern und dort die Adventszeit zu genießen. 77 Prozent haben einen Besuch fest eingeplant (2011: 76 Prozent). Vor allem für die 18- bis 24-Jährigen gehört der Striezelmarkt zu Weihnachten dazu. 94 Prozent wollen ihn dieses Jahr besuchen. An zweiter und dritter Stelle folgen auch hier bei den Dresdnern wieder der Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt an der Frauenkirche (73 Prozent) und das Mittelalterspektakel im Stallhof (57 Prozent).

Interesse hat das weihnachtliche Angebot auf der Hauptstraße im Barockviertel, das seit dieser Saison Augustusmarkt heißt, geweckt. 46 Prozent wollen diesmal auch über die Hauptstraße schlendern, das sind zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.12.2012

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