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Streetart-Ausstellung kommt nach Dresden

Streetart Streetart-Ausstellung kommt nach Dresden

Dresden wird zumindest für kurze Zeit zu einem Kristallisationspunkt der internationalen Graffiti und Street-Art-Szene. Die Ausstellung Magic City feiert am 1. Oktober ihre Weltpremiere in den Zeitenströmungen an der Königsbrücker Straße. Über 30 Künstler aus aller Welt beteiligen sich an dem bisher einmaligen dreimonatigen Projekt.

Kurator Carlo McCormick (l.) und Ausstellungsarchitekt Rainer Verbizh befinden sich derzeit in Dresden und arbeiten an der Ausstellung.

Quelle: Hauke Heuer

Dresden. Dresden wird zumindest für kurze Zeit zu einem Kristallisationspunkt der internationalen Graffiti und Street-Art-Szene. Die Ausstellung Magic City feiert am 1. Oktober ihre Weltpremiere in den Zeitenströmungen an der Königsbrücker Straße. Über 30 Künstler aus aller Welt beteiligen sich an dem bisher einmaligen dreimonatigen Projekt.

Der österreichische Ausstellungsarchitekt Rainer Verbizh, der sich schon für die erfolgreiche Tutanchamun-Ausstellung in den Zeitenströmungen verantwortlich zeigte, gestaltet in den Räumen der großen Industriehalle eine weiße Stadt. Häuser, Litfaßsäulen und Telefonzellen sollen, wie auch in der sicher weniger sterilen Realität, als Leinwand dienen.

Wer sich dieser Tabula rasa annehmen darf bestimmt der Kritiker, Kurator und Herausgeber des US-amerikanischen PAPER-Magazins, Carlo McCormick. Die Verpflichtung des New Yorkers durch die Veranstalter war ein echter Glücksgriff. Denn wenn McCormick ruft, dann kommt das who is who der internationalen Streetart-Szene. Unter den 30 Künstlern findet man Namen wie Ron Englisch, auch bekannt als „godfather of streetart“, der seit den 80er Jahren die Szene mit seinen großformatigen Wandbilder beeinflusst, unter dem Begriff der „Popaganda“ immer wieder bunte Symbole der Popkultur in unorthodoxe Zusammenhänge bringt und teils verstörende Heldencharaktere erschafft – etwa ein Baby, dass einem Bodybuilder gleich seine massiven Muskeln präsentiert. Weniger Farbenfroh geht es beim belgischen Künstler ROA zur Sache, der in schwarz und weiß Hauswände mit filigran gezeichneten aber großformatigen Tierbildern verziert.

„Diese Ausstellung soll die Neugier für Streetart wecken und nicht weniger als eine Liebeserklärung an die Stadt sein“, sagt McCormick und erklärt, „zum ersten Mal in unserer Geschichte leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Das heißt die Zukunft und unser Umgang mit Kunst wird im urbanen Raum verhandelt“.

Kuratorische Unterstützung erhält McCormick von Leon Keer. Der bekannte Künstler aus Utrecht gilt als Meister der optischen Täuschungen bzw. der sogenannten anamorphen Streetart und schafft Bilder, die sich oft nur aus einem bestimmten Winkel erschließen. Keer wird ebenfalls mit seinen Arbeiten in der Magic City vertreten sein.

Nicht nur die Elite, auch die Dresdner Streetart-Szene wird mit einbezogen. Im Zusammenarbeit mit dem Jugendklub Spike wird in der Industriehalle ein „MagicCityLab“ eingerichtet. Hier können junge Dresdner Streetartkünstler ganz legal zeigen was sie können.

Magic City: ab 1. Oktober in den Zeitenströmungen, KVV ab 3. August.

Von Hauke Heuer

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