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Stephan Koja aus Wien wird neuer Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister

SKD Stephan Koja aus Wien wird neuer Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister

Ein Wiener wird künftig die Geschicke der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister leiten. Stephan Koja, bisher Leiter der Sammlungen des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne an der Österreichischen Galerie Belvedere, ist gestern durch das sächsische Kabinett in seiner neuen Position bestätigt worden.

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Vom Belvedere Wien zu den Alten Meistern Dresden: Stephan Koja

Quelle: Belvedere, Wien

Dresden.  Ein Wiener wird künftig die Geschicke der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister leiten. Stephan Koja, bisher Leiter der Sammlungen des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne an der Österreichischen Galerie Belvedere, ist gestern durch das sächsische Kabinett in seiner neuen Position bestätigt worden. Das teilte das zuständige Kunstministerium mit.

Koja soll das Amt zum 1. April übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Bernhard Maaz an, der die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) verlassen hatte und seit Anfang April 2015 als Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München arbeitet. Maaz hatte in Dresden die Alten Meister und das Kupferstich-Kabinett geleitet, das seit 1. November unter der Leitung von Stephanie Buck steht.

In Dresden soll Koja außer der Gemäldegalerie Alte Meister auch die Skulpturensammlung (Antike bis 1800) leiten, deren Bestände ab 2018 – nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Westflügel – in der Sempergalerie gezeigt werden.

Mit dem 53-Jährigen sei ein „international anerkannter Museumsexperte“ gefunden worden, ließ sich Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) in der Mitteilung zitieren. Koja habe sich nicht nur als Sammlungsleiter der Galerie Belvedere, sondern auch als Kurator und Ausstellungsleiter in vielen Museen der Welt sowie als Autor einen Namen gemacht. „Er kommt zu einem idealen Zeitpunkt nach Dresden, übernimmt die Gemäldegalerie Alte Meister im Interim und wird ihr nach Fertigstellung des Semperbaus im Zwinger im Jahr 2018 auch kuratorisch zu neuer Geltung verhelfen“, sagte Stange.

SKD-Generaldirektor Hartwig Fischer bezeichnete den Wiener als „einen versierten Kunsthistoriker und erfolgreichen Ausstellungsmacher, der in enger Zusammenarbeit mit den hochkompetenten Kuratoren und Restauratoren in Dresden die nächste Etappe in der großen Geschichte der Gemäldegalerie und der Skulpturensammlung gestalten wird“.

„Ich bin dankbar für das große Vertrauen und begeistert von der schönen Aufgabe, ein so bedeutendes Museum leiten zu können“, sagte Koja laut Mitteilung. Besonders reizvoll sei es, „dem Publikum die Relevanz und ungebrochene Aktualität alter Kunst zu vermitteln und in den Kontext unserer Erfahrungen zu stellen“.

Koja studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Philosophie und Jura an den Universitäten Salzburg und Wien. Von 1989 bis 1991 war er als freiberuflicher Kurator tätig, 1992 wurde er zum Leiter der Sammlungen des 19. Jahrhunderts der Österreichischen Galerie Belvedere bestellt, die im Schloss Belvedere in Wien zu Hause ist und zu den bedeutendsten Bildermuseen Österreichs zählt. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Monographien und Ausstellungskataloge zu Künstlern wie Gustav Klimt, Emil Nolde oder Claude Monet.

Die Wiener Tageszeitung Der Standard schrieb gestern, nach der internationalen Ausschreibung seien Headhunter an Koja herangetreten, nach Treffen mit der Findungskommission habe er sich gegen rund 60 Mitbewerber durchgesetzt.

Von Torsten Klaus

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