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Start für ein neues internationales Tanzfestival in Dresden

Start für ein neues internationales Tanzfestival in Dresden

Eigentlich gehe die Idee, mit einem Festival in Dresden den klassischen Tanz, das zeitgenössische Ballett und den modernen Tanz einmal im Jahr zusammenzuführen, auf die 2012 früh verstorbene damalige Intendantin der Sächsischen Staatsoper Ulrike Hessler zurück.

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Die Batsheva Dance Company aus Israel kommt mit der neuesten Kreation ihres Leiters Ohad Naharin mit dem Titel "Last Work" ins Festspielhaus Hellerau.

Quelle: PR

Dass diese Stadt ein internationales Tanzfestival brauche, sagte sie 2010, da hatte sie gerade ihre Arbeit hier begonnen.

Das sehe er auch so, meinte Dieter Jaenicke als Intendant von Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste, und da brauche man eine Million Euro. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, es fand sich niemand, der die Million locker machte, da müsse man eben anfangen mit dem, was man habe, "ohne die ganz große Gala", so Jaenicke, und stellte das Festivalprogramm gemeinsam mit Carmen Mehnert, Programmleitung Performing Arts in Hellerau, Wolfgang Rothe, geschäftsführender Intendant der Sächsischen Staatsoper, und Adi Luigk, Ballettbetriebsdirektor des hohen Hauses, vor.

Rothe und Luigk verweisen auf das stetig wachsende internationale Renommee des Semperoper Balletts unter Leitung von Aaron S. Watkin und können erfreut konstatieren, dass es gelungen sei, einen Teil des Repertoires der Kompanie im Rahmen der Spielplanbedingungen eines großen Opernhauses immerhin so zu platzieren, dass sowohl die klassischen Facetten mit einer Produktion wie "Schwanensee" und vor allem die zeitgenössischen mit David Dawsons "Tristan + Isolde", dem dreiteiligen Abend "Nordic Ligths" und mit der jüngsten Neuproduktion der Kompanie, William Forsythes Handlungsballett ohne Handlung "Impressing the Czar", vertreten seien.

Überhaupt, darauf wird mit Nachdruck hingewiesen, Forsythes Arbeiten prägten ja die Dresdner Tanzszene ganz besonders, in der Semperoper und im Festspielhaus Hellerau. Ursprünglich, als das Festival noch für die Zeit vom 25. Juni bis 11. Juli angekündigt wurde, noch ohne Staatsschauspiel, war auch ein Beitrag der Forsythe-Company geplant, jetzt sind dafür die Spezialisten vom Semperoper Ballett allein zuständig, ihre jüngste Premiere oder wenigstens die Wiederaufnahme des nordischen Abends ins Festivalprogramm zu integrieren war leider nicht möglich.

Jetzt streckt sich das Programm auf 20 Tage und wird mit "Tauberbach", einer Koproduktion der Münchner Kammerspiele und Les Ballets C de la B, von Alain Platel, im Rahmen der Gastspielreihe des Staatsschauspiels Dresden eröffnet. In Hellerau gastiert zur Eröffnung am 19. Juni und für weitere zwei Abende die Batsheva Dance Company aus Israel mit der neuesten Kreation ihres Leiters Ohad Naharin mit dem Titel "Last Work". Dies wird zugleich als Beitrag zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland gewertet, der Botschafter Israels in Deutschland wird anwesend sein.

Dieter Jaenicke, der zur Premiere nach Israel gereist war, ist begeistert von dieser Produktion, die nach seiner Meinung noch einmal die vielen Facetten dieser Kompanie und ihres langjährigen Leiters zum Ausdruck bringt.

Begeistert ist auch Carmen Mehnert vom zu erwartenden Gastspiel der flämischen Choreografin Anne Teresa de Keersmaeker mit ihrer Kompanie Rosas & Ictus und deren Produktion "Vortex Temporum", die es am 26. und 27. Juni in Hellerau zu sehen gibt. Hier träfen Musiker auf Tänzer, das funktioniere, die Musik wird getanzt, der Tanz wird musiziert.

Am 2. und 3. Juni zeigen Paula E. Paul und Sirko Knüpfer von KOMBINAT in einer Filmmontage die Ergebnisse einer Befragung ehemaliger Tänzerinnen und Tänzern nach ihrem Wechsel in andere Berufe. "Grand jeté - der große Sprung", so der Titel, wird von jungen Artisten mit einer interaktiven Performance in Korrespondenzen zum Film live auf dem Trampolin kommentiert.

Die Tanzszene Sachsens präsentiert sich im Rahmen der Reihe Linie 08 mit den Kurzstücken "In the LOOP" von Romy Schwarzer, "Ein Stück Lied" von Nicole Meier und "Mashed Potato" von Liron Dinovitz am 3. und 4. Juni. Für die Fans der Breakdancer gibt es danach, am 4. Juni, 21 Uhr, die "Saxonz Break Championchip 2015". Mit ihrer jährlichen Soiree beendet die Palucca Hochschule Dresden das Festival dann am 8. Juli in der Semperoper.

Zum Begleitprogramm gehören Filme und Workshops. Es gibt günstige Kombinationsmöglichkeiten der Eintrittspreise, wofür zwischen der Sächsischen Staatsoper Dresden und dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau Rabattvereinbarungen mit speziellen Festivalermäßigungen getroffen werden konnten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.06.2015

Boris Gruhl

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