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Stadtrat muss über Zukunft des Dresdner Kraszewski-Museums entscheiden

Stadtrat muss über Zukunft des Dresdner Kraszewski-Museums entscheiden

Das Dresdner Kraszewski-Museum kämpft um seinen Fortbestand. Nach dem Aus für die Dauerausstellung musste das Haus konzeptionell umdisponieren. Doch für den Neuanfang benötigt es finanzielle Unterstützung.

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Das neue Konzept für das seit 1960 in Dresden ansässige Kraszewski-Museum sieht künftig verschiedene Schauen statt der bisherigen Dauerausstellung vor.

Quelle: Jane Jannke

Die Hälfte übernimmt der Freistaat, die andere müsste die Stadt tragen. Ende Februar soll das Konzept dem Stadtrat vorgelegt werden. Fällt es dort durch, wäre das Museum endgültig am Ende.

Seit September 2011 arbeitet das Team um Museumsleiterin Johanna Magacz gemeinsam mit der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und den Museen der Stadt Dresden an einem neuen Konzept, das den Schwerpunkt erzwungenermaßen nicht mehr auf den einst an der Nordstraße heimischen polnischen Schriftsteller Jozef Kraszewski, sondern auf die vielseitige Pflege deutsch-polnischer Beziehungen legt. Die polnische Regierung hatte im vergangenen Jahr die fast vollständig aus Polen stammenden Exponate der Dauerausstellung zurückverlangt.

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Die Ausstellung "Polen aus freier Wahl" ist bis zum 15. Juli im Kraszewski-Museum zu besichtigen.

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Doch für den Neuanfang braucht das Haus Geld, 75.000 Euro, um genau zu sein. Für die Umstellung des Ausstellungskonzeptes auf temporäre, kleinteilige Schauen braucht es unter anderem ein neues Lichtkonzept. Die am Sonnabend startende Ausstellung „Polen aus freier Wahl" wurde aus dem Etat der städtischen Museen finanziert, doch für weitere Projekte braucht das Haus die Unterstützung von Stadt und Land. Rund 35.000 Euro hat das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Aussicht gestellt - wenn die Stadt die andere Hälfte, etwa 37.500 Euro, bereit stellt. Stellt sie sich quer, sind auch die 35.000 Euro vom Land futsch.

„In diesem Fall könnten wir das Haus nicht mehr weiterbetreiben", konstatierte Stadtmuseen-Chef Gisbert Porstmann am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Sonderausstellung. Die Zukunft des Kraszewski-Museums hängt damit vom Dresdner Stadtrat ab. Ende Februar geht der Konzeptentwurf an den städtischen Kulturausschuss, voraussichtlich Ende März entscheidet dann der Stadtrat über die Bewilligung der Mittel.

Die Chancen für das Museum stehen nach Einschätzung von Grünen-Stadtrat Torsten Schulze nicht schlecht: „Wir erwarten Ende Februar eine Vorlage mit klaren Vorschlägen und finanziellen Untersetzungen, um dieser traditionsreichen Begegnungsstätte eine Zukunft zu geben", so Schulze.

Jane Jannke

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