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Sportfreunde Stiller kommen in die Junge Garde nach Dresden

„Party seit 20 Jahren“ Sportfreunde Stiller kommen in die Junge Garde nach Dresden

Einst wurden sie als „Fußball-Band“ bekannt, heute gehören die Sportfreunde Stiller zur festen Größe der Rock- und Festivalszene, gelten als einer der Mitbegründer des deutschen Indie-Rock. Am Sonnabend sind sie in der Jungen Garde zu Gast.

Die Sportfreunde Stiller (Rüdiger „Rüde“ Linhof (l.), Florian „Flo“ Weber (m.) und Peter Brugger) versprechen am Sonnabend ein „Fest“ in der Jungen Garde.

Quelle: PR

Dresden. Einst wurden sie als „Fußball-Band“ bekannt, heute gehören die Sportfreunde Stiller zur festen Größe der Rock- und Festivalszene, gelten als einer der Mitbegründer des deutschen Indie-Rock. Seit einer kleineren Auszeit ab Ende 2014 arbeiteten Peter, „Flo“ und „Rüde“ eifrig am neuen Album, das nun im Herbst erscheint – pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum der Band. Bis es soweit ist, spielen die „Sportis“ nach einem Jahr Pause endlich wieder live in diesem Sommer. Am Sonnabend sind sie schon fast traditionell auf der Freilichtbühne der Jungen Garde zu Gast. Im DNN-Interview spricht Schlagzeuger Florian „Flo“ Weber über das Jubiläum, die Pause und das neue Album.

Ihr feiert in diesem Jahr euer sage und schreibe 20-jähriges Jubiläum. Ist irgendetwas Besonderes geplant, gibt es eine große „Sportfreunde Stiller Party“?

Diese Party läuft seit 20 Jahren. Das ist mehr als erfreulich, deswegen wollen wir eine Party aufgrund dieser Party veranstalten. Hierzu kommt erstmal neues Liedmaterial, das in Form des neuen Albums Anfang Oktober veröffentlicht wird. Damit zünden wir Böller und Raketen und feiern die Party zur Party zur Party mit einer Tour im Herbst.

20 Jahre sind eine beachtliche Zeit. Gehört ihr deshalb jetzt schon zum „alten Eisen“?

Wir sind mittlerweile mehr Schweinsteiger als Sané. Das ist gut so, weil es bedeutet, dass wir aufgrund vieler Erfahrungen und Erlebnisse, die uns weit nach oben, aber auch durch ganz unten geführt haben, einen für uns ausbalancierten Zustand haben. Da fällt das Abwägen in manchen Fragen leichter. Aber auch das Schätzen des momentanen Zustands, der keine Selbstverständlichkeit ist.

Auf welche Höhepunkte könnt ihr in den letzten 20 Jahre zurückblicken? Was ist manchmal nicht ganz so toll gelaufen?

In allen Bereichen des Musikerdaseins gibt es Höhen und Tiefen. Erfolgreiche Veröffentlichungen, wie auch Alben, die nicht so gut liefen. Fernsehsendungen wie damals bei der Fußball-WM 2006, bei denen uns Pelé erklärte, wie eine Digitalkamera funktioniert (unwahrscheinlich toller Moment) bleiben unvergesslich. Leider auch diejenigen, in denen man zu peinlichen Fragen noch peinlichere Antworten gab. Überbordende Konzerte, die unser Musikerdasein stützen, oder Konzerte, bei denen man mit Geldstücken beschmissen wurde, weil man unter aller Sau performte. Alles erlebt. Alles stählt und formt und modelliert uns. Danke.

Ihr hattet seit eurer letzten großen Tour 2014 eine Pause eingelegt. Warum?

Moment, wir haben nun 2016. In der Zeit 2014 bis 2016 haben wir immerhin ein ganzes Album entworfen, eingespielt und werden es baldigst veröffentlichen. That’s hard work. Nach der Tour 2014 waren wir kurz angeln im Donaudurchbruch bei Kelheim und dann zelten in Dänemark, dann ging’s gleich weiter. Also nee nee, da waren wir flott wie selten.

Bis auf einige kleine Ausnahmen habt ihr 2015 jedoch nicht öffentlich gespielt. Fehlen euch die Konzerte bei euren Auszeiten?

Bei zu langen Auszeiten – ja. Allerdings bedingt ja die große Anzahl an Konzerten eine Auszeit. Wenn wir da eine tolle Balance zwischen den Perioden finden, ist jeglicher Teil des Musikerdaseins wichtig und top. Nur: Auf der Bühne ist es am geilsten!

Was habt ihr in eurer Pause getrieben?

In Pausen werden die individuellen Oasen gesucht und meist auch gefunden. Das kann beim Fischen sein. Beim Dösen. Beim Saufen mit anderen Kumpels. Beim Suchen und Schlitternlassen von Steinen. Beim Schreiben eines Buches. Beim Surfen. Beim Motorbootfahren auf der Donau. Beim Baumklettern. Beim Eishockeyspielen. Beim Reisen. Beim bloß nicht Verreisen. Alles dabei.

Nach eurer Auszeit und pünktlich zum Jubiläum werdet ihr auch ein neues Album veröffentlichen. Könnt ihr schon im Vorfeld ein bisschen verraten, worum es gehen wird?

Um Makro- und Mikrokosmen und dem Sinn des Lächelns. Ums aufrichtige Altern. Ums bedingungslose Dasein für und mit einem Menschen. Ach komm hey, lasst euch doch überraschen...

Wird es im neuen Album auch ein neues Gesicht der Sportfreunde geben, wie experimentierfreudig wart ihr?

Wir bleiben unserer experimentierfreudigen Linie treu und können deswegen Gott sei Dank ein erhebliches Spektrum an Stimmungen in unseren Liedern abballern.

Noch in diesem Jahr wird es auch eine weitere Tour zum neuen Album geben. Macht ihr eventuell auch noch einmal Halt in Dresden?

Hui, wir sind doch jetzt erst einmal in der wunderbaren Jungen Garde. Da freuen wir uns besonders drauf. Das waren bisher immer sehr tolle Erlebnisse. Und diesmal sind wir auch noch mit unseren irischen Freunden ASH da. Was wird das ein Fest!

Auf was können sich eure Fans beim Konzert am meisten freuen?

Old shit, new hits. Evergreens der Sportlichkeit und frische Ohrenbrote. Wir hoffen, wir können die Leute so begeistern, dass sie sich über jedes Lied freuen.

Was zeichnet den Ort und das Publikum in Dresden besonders aus?

Die Junge Garde ist ein Amphitheater der Antike, baulich gesehen. Der Blick ins Publikum macht an solchen topographisch tollen Orten immer Spaß. Noch dazu haben wir zu Dresden in all den Jahren einen guten Draht aufgebaut. Da hat es doch bisher stets gefunkt. Bitte Zündung!

Wird Dresden, speziell die Junge Garde weiterhin fest auf euren zukünftigen Tourneeplänen stehen?

Aber bitte: Ohne Dresden keine Sportfreunde. Außer das Publikum schreit: „Haut bloß ab, ihr Astronautenfuzzis.“ Dann würden wir mal eine kleine Pause machen. Da das nicht geschieht (also jetzt bitte echt nicht), sind wir am Platz!

Interview: Sebastian Burkhardt

Sportfreunde Stiller, „Open Air 2016“-Tour, Sonnabend ab 17 Uhr (Einlass) in der Jungen Garde. Karten an der Abendkasse: 42 Euro

Von SBU

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