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"Sonnenaufgang“ von Otto Dix kehrt nach Dresden zurück

"Sonnenaufgang“ von Otto Dix kehrt nach Dresden zurück

Der vor 75 Jahren von den Nazis als „entartete Kunst“ beschlagnahmte „Sonnenaufgang“ von Otto Dix kehrt nach Dresden zurück. Mit Hilfe von vier Stiftungen hat die Städtische Galerie das 1913 entstandene Bild für ihre Sammlung erworben.

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Ein Werk von Otto Dix kehrt nach Dresden zurück (Archiv).

Quelle: dpa

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt, wie Galeriechef Gisbert Porstmann am Freitag mitteilte.

Er sprach von einem „großen Glück“. Das Bild sei in besonderer Weise mit der Stadt Dresden verbunden, in der der Expressionist seine wichtigsten Schaffensjahre verbrachte. Ab Anfang Januar solle es in der ständigen Ausstellung der Galerie zu sehen sein, kündigte Porstmann an. Als bemerkenswert gilt, dass das Bild am Donnerstag auf der Herbstauktion der Villa Grisebach erst kurzfristig von der Versteigerung ausgespart wurde. Nachdem dies mit dem Ankauf durch die Galerie begründet wurde, habe es im Saal spontan Beifall gegeben. Er selbst hatte von der geplanten Versteigerung erst im November erfahren und sich anschließend an die Arbeit gemacht. „Innerhalb von 14 Tagen ist es gelungen, die vier Stiftungen zusammenzutrommeln“, sagte der Museumschef.

Die Galerie selbst hat nach seinen Angaben nur einen kleinen Anteil beigesteuert. Da der Wert im Katalog zur Auktion auf 300.000 bis 400.000 Euro taxiert worden war und ein Erlös des Bieter-Wettstreits oberhalb der Millionengrenze durchaus möglich schien, gehen Kunstexperten von einer höheren sechsstelligen Summe aus, die die Galerie Dresden zusammenbekommen musste. Bei den Geldgebern handelt es sich laut Porstmann um die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kulturstiftung der Länder, die Hermann Reemtsma Kulturstiftung und die erst zu Wochenbeginn hinzugestoßene Rudolf-August Oetker-Stiftung für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege.

Dix (1891-1969) hatte den „Sonnenaufgang“ 1920 dem Dresdner Stadtmuseum geschenkt. Die Nazis zeigten das Frühwerk des Malers neben anderen in ihrer Münchner Femeschau 1937, bevor es noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs schließlich über das Depot des Reichspropagandaministeriums zu einem Kunsthändler gelangte. Von da wurde es nach Westdeutschland überführt, wo es nacheinander Teil mehrerer privater Sammlungen wurde. „Nun wurde der „Sonnenaufgang“ zum zweiten Mal geschenkt“, sagte Porstmann.

Tino Moritz, dpa

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