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Songs einer Aufrechten: Katja Werker kommt in die Dreikönigskirche

Songs einer Aufrechten: Katja Werker kommt in die Dreikönigskirche

"Soundtrack des Lebens" - so etwas hat wohl jeder Mensch, dem Musik etwas bedeutet. Bei Musikern hat solch eine Liste natürlich noch eine ganz andere Bedeutung, bei Songschreibern, die selbst Meilensteine gesetzt haben, erst recht.

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Katja Werker, heute in der Dreikönigskirche zu Gast.

Quelle: PR

Dresden. Fällt Katja Werker darunter? Ich denke schon. Zu selten sind - in Deutschland ebenso wie weltweit - die Aufrechten, diejenigen, die darauf bestehen, immer nur genau das zu machen, was sie selbst als richtig, als notwendig erachten. Werker hatte im Jahr 2000 mit "Contact Myself" Kritikerresonanz und Verkaufszahlen erreicht, von denen die meisten Musiker ein Leben lang träumen. Dennoch machte sie noch vor Aufnahmebeginn des Folgealbums einen Rückzug von Label und Management, befragte sich einmal mehr selbst, wohin ihre künstlerische Reise eigentlich gehen sollte.

Sie ging nach dem Erfolg mit englischsprachigen Titeln zunächst zurück zur Muttersprache, von dort aus zum renommierten und klangperfekten Stockfish-Label und zur eigenen Produktionsfirma "Küchentisch-Production". Schließlich, in einer neuerlichen Volte, nach England, in die "Real World-Studios" des verehrten Peter Gabriel. Zurück zur englischen Sprache, hin zu ausgewählten Songs, die sie covern wollte. Dem Soundtrack ihres Lebens eben.

Entstanden ist - nein, es entsteht noch - "Blackbox", eine Zusammenstellung von eigenen und fremden, aber ihr eigen gemachten Titeln. In sehr persönlichen Versionen, Versionen zum Hinhören. Da klingt - das extremste Beispiel - "Dancing Queen" von Abba düster-traurig. Solch eine Nacht hat wohl jede Frau schon erlebt, bei dem der Auftritt als Tanzkönigin nur ein ferner Traum ist. Damit keinerlei Missverständnisse aufkommen: Der Song klingt in Werkers Fassung so gut, dass er einen im Griff behält, lange nachdem er verklungen ist. Und zwar ganz, ganz anders als das Original des fröhlichen Schweden-Quartetts.

"Blackbox" entsteht noch, denn die nun vorliegende Version, Teil einer kleinen Pressung, wird noch einmal verändert. Ein Titel fällt weg, zwei kommen neu hinzu, weitere Arbeit am Cover steht an. Verkaufsförderlich ist so etwas nicht, aber - siehe oben.

heute, 20 Uhr, Dreikönigskirche, Tickets ab 10 Euro

Beate Baum

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