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Societaetstheater Dresden orientiert sich weiter international: Festivals und 14 Premieren

Societaetstheater Dresden orientiert sich weiter international: Festivals und 14 Premieren

Es ist ja schon gut losgegangen mit der neuen Spielzeit im Societaetstheater. Dafür gesorgt haben die Besucher des 3. Festivals "Sound of Bronkow" am vergangenen Wochenende.

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Quelle: PR

Nun steht der Theaterauftakt an, und er liest sich durchaus interessant. Am Freitag macht das Stück "Perplex" von Marius von Mayenburg den Anfang: ein Kammerspiel mit komödiantischem Potenzial, inszeniert von Volker Metzler. Mayenburg ist Dramaturg und Hausautor der Berliner Schaubühne, vor zwei Jahren war im Societaetstheater bereits sein Stück "Der Stein" zu sehen.

Danach wird es im Haus an der Dreikönigskirche international - ein Fokus, den Geschäftsführer Andreas Nattermann und die künstlerische Leiterin Brit Magdon unisono immer wieder betonen. In diese Ausrichtung fügt sich das Festival "Off Europa: Türkei urban" vom 16. bis 21. September recht nahtlos ein. In Kooperation mit dem Büro für Off-Theater Leipzig geht der Blick dabei wieder in eine östliche Region. Tanz, Performance, Theater, Film und ein Konzert mit Volkan Terror sind die Programmpunkte. Volkan Terror hatte besonders mit seinem Fake-Werbespot "Deutsche Kartoffeln" für den Lebensmittelhersteller Pfanni für Aufsehen gesorgt. Im vergangenen Jahr waren in der Off-Reihe übrigens Künstler aus Albanien und dem Kosovo vorgestellt worden, im nächsten Jahr wird man sich der Slowakei widmen.

Festivals sind auch sonst nicht mehr aus der Jahresplanung des Theaters wegzudenken. Vom 16. bis 27. Oktober steigt die 16. Jüdische Musik- und Theaterwoche, vom 2. bis 11. November schließen sich die Jazztage Dresden an, wo das Haus mittlerweile als Hauptpartner fungiert. Und im kommenden Frühjahr setzt das Societaetstheater die Reihe seines Festivals "szene" fort. Zwischen dem 13. und 21. April 2013 bietet der Länderschwerpunkt England sicher einen äußerst interessanten Querschnitt der dortigen Bühnenproduktionen. Daran schließt sich wiederum die Internationale Tanzwoche an (20. bis 29. April 2013), bei der das Projekttheater federführend ist, dabei aber mit dem Societaetstheater und dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau eng kooperiert.

Vorausschauend auf "szene: England" zeigt sich die Theaterleitung gelassen. "Durch unsere Erfahrungen auf dem Fringe Festival haben wir da schon eine relativ feste Basis", sagte Magdon, die das Festival in Edinburgh gemeinsam mit Nattermann quasi als eine Art Vorab-Sichtung nutzte. Wie in diesem Frühjahr, als die Theaterszene des Baltikums vorgestellt wurde, soll 2013 erneut Hellerau als Festivalort dazu kommen, vor allem für größere Produktionen.

Auch das "Tagesgeschäft" des Societaetstheaters hat noch einiges in petto. Am 21. September feiert die Inszenierung "Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor" Premiere, ein Puppen- und Objekttheater für Kinder und Erwachsene. Am 12. Oktober folgt großer Stoff: "Felix Krull" nach Thomas Manns Roman, gespielt von Philipp Otto. Die Oralneurotiker-Selbsthilfegruppe will am 17. November in "Ansichtssache" Antwort geben auf "die ungefilterte, universale Welt der neuen Medien". Zudem werden unter anderem die shot AG und auch norton.commander.productions wieder mit eigenen Arbeiten zum Zuge kommen. Insgesamt sind laut Magdon 14 Premieren in der neuen Saison geplant. Mit Blick auf das jüngere Publikum soll zudem ein Theaterklub gegründet werden.

Nattermann zog ganz nebenbei ein recht positives Fazit der abgelaufenen Spielzeit. Erstmals sei die "magische Marke von 20 000 zahlenden Zuschauern" übertroffen worden, sagte er. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren lag die Zahl bei knapp 13 000. Mit 225 000 Euro habe das Haus die höchsten Netto-Einnahmen verbucht, die es je hatte. Dazu seien weitere rund 46 000 Euro über Vermietungen etc. gekommen. "Wir kommen aus, müssen aber weiter gut rechnen", resümierte der Geschäftsführer. Besonders deshalb, weil der Etat des Hauses in den vergangenen 15 Jahren unverändert geblieben sei, trotz ständig steigender Kosten.

Etwas Wasser mischte sich dann doch in den Wein. "Wir kommen nicht umhin, die Eintrittspreise sanft zu erhöhen", kündigte Nattermann an. Eine Karte zum Normalpreis werde nun immer 14 Euro kosten, egal ob im Vorverkauf oder an der Abendkasse. Senioren bekommen die Tickets für 10 Euro, Schüler und Studenten weiterhin für 6,50 Euro. Und noch etwas ändert sich: Überall soll freie Platzwahl herrschen. Torsten Klaus

16. September, 20 Uhr: Konzert mit Volkan Terror feat. Toby Dope

17. September, 20 Uhr: Theater oyun deposu "Dumm, gewöhnlich und schuldig"

18. September, 20 Uhr: Theater & Performance "You are not a fish after all", anschl. Konzert mit Büyük Ev Ablukada

19. September, 20 Uhr: Tanz & Performance Ilyas Odman "glaSSteps", Melih Gençboyacı "Access to Anxiety"

20. September, 20 Uhr: Istanbul-Filmabend "Mein Haus stand in Sulukule", Fatih Akin: "Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul" (mit einer Pause zwischen den Filmen)

21. September, 20 Uhr: Tanz Ayrin Ersöz: "Dans Etmek ya da (To dance or)"

außer Einzeltickets kann auch ein Festivalpass erworben werden (29 Euro, ermäßigt 21 Euro), zu reservieren per Mail an tickets@offeuropa.de

Kartenbestellungen: Tel. 0351-8036810 oder bestellung@societatetstheater.de

www.societaetstheater.de

www.offeuropa.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2012

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