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Ska mit Yellow Cap: Release Party in der Scheune

Ska mit Yellow Cap: Release Party in der Scheune

Es ist immer eine Freude, Musikern bei ihrer Show zuzusehen. Erst recht, wenn gleich neun von ihnen auf der Bühne stehen. Und erst recht, wenn die Show zu einer regelrechten Party wird.

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Eine Ska-Party vom Feinsten erlebte das nächtliche Scheune-Publikum mit Yellow Cap.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die Görlitzer Band Yellow Cap lud zur Record Release Party ihres neuen Albums "Pleasure" in die Scheune - und die Massen kamen.

Selbstbewusst, voller Elan und wie es sich für eine Ska- und Reggae-Band gehört, stürmten die neun Bandmitglieder die Bühne. Immer schön präsent und toll homogen in die Gruppe eingefunden haben sich Rudi Pankotsch an der Posaune, Joerg Fiedler an der Trompete und Thomas Petz am Saxofon. Aber auch bei den restlichen Mitgliedern um Sänger Kay Natusch - Christoph Ernst Schulz an der Gitarre, der Keyboarder Peter Moewes, Drummer Lars Friedrich, Thomas Kuehn an den Percussions und Bassist Clemens Voyé, letzterer wunderbar natürlich und lässig - war offensichtlich, dass sie sich musikalisch bestens aufeinander abgestimmt und sich überaus professionell vorbereitet haben.

Seit 1998 existiert Yellow Cap und gehört zu den wichtigsten Ska- und Reggae-Bands in Ostdeutschland. Mit "Pleasure" präsentieren sie mittlerweile ihre fünfte Album-Veröffentlichung. Bei dieser Fülle an Fans, die den Weg in die Scheune gefunden haben, haben die Jungs ein mehr als aussagekräftiges Feedback bekommen, dass sie auch in Dresden längst keine Unbekannten mehr sind.

Es mutet eventuell etwas eigenartig an, dass der eigentliche Hauptact des Abends erst um 0.30 Uhr die Bühne betrat, doch dies aus gutem Grund: Yellow Cap erhielt Unterstützung von zwei weiteren Ska-Bands. Den Abend eröffneten die tschechischen Discoballs. Trotz eines eher unglücklichen Live-Mixes - der Bass dröhnte, die Stimme mulmte - gaben sie gleich die Richtung des Abends an: Party, feiern, tanzen. Bereits schon ordentlich angeheizt durfte sich die Menge auf die zweite Vorband Mr. Wallace aus den Niederlanden freuen. Die siebenköpfige Band um die charismatische Sängerin Renske de Boer fing das Ska-Lebensgefühl mit Leichtigkeit ein - und gab es mit vollen Händen an das Publikum weiter. Wunderbar sympathisch und authentisch, in jeder Minute. Selbst in der letzten Reihe des Saales tanzten die Gäste - ein Bild, das man nicht zwangsläufig bei jedem Konzert erwarten darf. Als zu später Stunde die Jungs von Yellow Cap die Bühne betraten, war die Menge bereits in bester Stimmung. Trotz der guten Laune und der mitreißenden Rhythmen wirkte die Band im Gegensatz zu Mr. Wallace allerdings etwas glattgebügelter; das wilde, überschäumende Element der Niederländer fand man hier nur mit angezogener Handbremse. Dennoch: Stage-Diving, ausgelassen tanzende Gäste und die volle Halle sprachen für sich - Yellow Cap verstanden es, aus einem Konzert eine riesengroße Party zu machen. Die gute Laune übertrug sich dementsprechend auf die Musiker zurück. Gleich am Tag darauf konnte man so auf der Homepage eine Hommage an das Dresdner Publikum lesen: "Auweia Dresden, das war echt geil. Ausverkaufter Laden! Ihr habt so gefeiert. Wir auch. Wir sind total schockiert - im besten Sinne - und liegen immer noch flach vor Glück." Bei solchen Glücksgefühlen weiß man als Musiker: Man hat alles richtig gemacht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.02.2014

Annette Thoma

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