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Sinneswandel in der Dresdner FDP – Liberale wollen Kraszewski-Museum jetzt doch erhalten

Sinneswandel in der Dresdner FDP – Liberale wollen Kraszewski-Museum jetzt doch erhalten

Beim Thema Kraszewski-Museum ist es zu einem überraschenden Stimmungswandel in der Stadtratsfraktion der FDP gekommen. Hatte Stadtrat Steffen Hintze vor zwei Wochen noch gegenüber DNN-Online für das Aus des Museums plädiert, fordert Fraktionschef Holger Zastrow jetzt, das Haus zu erhalten.

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Das Kraszewski-Museum Dresden steht vor einer grundlegenden Neustrukturierung.

Quelle: Archiv

Neben der FDP haben sich bislang Linke und Grüne eindeutig für den Fortbestand ausgesprochen.

„Leider ist nicht zu erkennen, dass der Stadtverwaltung das Museum tatsächlich am Herzen liegt. Wir hätten erwartet, dass der Kulturbürgermeister mit ähnlichem Einsatz für ein kleines Museum kämpft, wie er sich für Prestigeprojekte wie das hochsubventionierte Festspielhaus Hellerau einsetzt“, sagte Zastrow in einer Stellungnahme. „Das Kraszewski-Museum ist ein wichtiges sächsisch-polnisches Projekt und hat es verdient, dass man alles dafür tut, es zu erhalten.“

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Die Ausstellung "Polen aus freier Wahl" ist bis zum 15. Juli im Kraszewski-Museum zu besichtigen.

Zur Bildergalerie

Die Stadtverwaltung hatte Ende Mai vorgeschlagen, das Kraszewski-Museum in der Dresdner Neustadt zu schließen. Im Dezember 2011 hatte das Land Polen fast alle in Dresden ausgestellten Exponate zurückgezogen. Grundlage dafür war ein polnisches Gesetz, nach dem polnische Kulturgüter, die älter als 50 Jahre sind, nur noch maximal fünf Jahre im Ausland ausgestellt werden dürfen.

Zwar war anschließend ein neues Konzept mit wechselnden Ausstellungen konzipiert worden. Die Umbaukosten von rund 70.000 Euro sowie ein jährlicher Mehrbedarf von rund 27.000 Euro sind der Stadtverwaltung für das besucherschwache Haus jedoch zu viel. Zuletzt hatte der Staat Polen aber Signale ausgesandt, die Stadt mit anderen Exponaten beim Neuaufbau des Hauses unterstützen zu wollen.

sl

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