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Singer/Songwriter Sebastian Hackel im Interview

Singer/Songwriter Sebastian Hackel im Interview

Sebastian Hackel steht noch am Anfang seiner musikalischen Karriere, hat kürzlich sein zweites Album "Tageszeitenkurier" veröffentlicht. Gerade arbeitet er am Video zur Single "Warum sie lacht", mit der der 25-Jährige Sachsen im September beim Bundesvision Song Contest 2014 (BuViSoCo) auf Pro7 vertreten wird.

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Ist bald beim Bundesvision Song Contest von Stefan Raab vertreten: Liedermacher und Wahldresdner Sebastian Hackel.

Quelle: PR

DNN-Mitarbeiterin Franziska Schmieder sprach mit dem Wahldresdner über "Inas Nacht", Konkurrenzdenken und - Schuhe.

Frage: Auf Ihrem ersten Album "Kreideblumen" sind Sie solo mit Gitarre zu hören. Nun gibt es eine Band. Wieso der Wandel?

Sebastian Hackel: Dass, nach dem ersten Soloalbum und zwei Jahren solo auf Tour, jetzt das erste Bandalbum und die erste große Bandtour kamen, ist eine natürliche Weiterentwicklung für mich und meine Musik. Gerade auch Festivals und die größeren Radiosender rücken näher. Natürlich zielt das alles auf wachsende Bühnen ab und immer mehr Menschen, die sich in der Musik wiederfinden. Und in genau dieser Konstellation, wie sich die Band nun gefunden hat (Julius Kraft, Laurenz Karsten, Toralf Schrader, Willi Sieger und ich) wird uns dieser Weg exakt dort hin- und entlangführen, wo wir wollen. Die Songs schreibe ich nach wie vor allein mit Gitarre.

Ihre Lieder handeln meist von emotionalen Themen und Problemen. Wie viel von sich selbst packen Sie in die Texte?

Wenn ich merke, dass ich absolut nicht mehr anders kann, dann fange ich an zu schreiben, vor allem meist über Themen und Gefühle, von denen ich bis zum Moment des Schreibens noch gar nichts wusste. So funktionieren Text und Musik am Ende als Spiegel, sowohl für die Zuhörer, als auch für mich selbst. Meine Texte und Musik spiegeln all das. Ich bin grundsätzlich eher in mich gekehrt, vieles mache ich mit mir selbst aus. Mein Äußeres verspricht anscheinend ein sehr extrovertiertes Wesen. Aber ehrlich gesagt hab ich eher Angst davor, mich nach außen hin, also gegenüber anderen Menschen, zu öffnen. Nachdenken kann ich am besten. (lacht)

Ihren ersten Fernsehauftritt hatten sie November 2011 bei "Inas Nacht". Haben Sie den Auftritt in guter Erinnerung?

Der Auftritt war eine große und wegweisende Erfahrung. Dabei habe ich mich von dem Team hinter "Inas Nacht" sehr gut aufgehoben gefühlt. Als Dank habe ich der Visagistin noch den Parkplatz weggenommen, wie sich erst in der Maske herausgestellt hat. Ina hat sich bei der Aftershow-Party viel Zeit genommen. Sie und das Team hatten viel Geduld mit mir, ich habe über ein Jahr lang Briefe geschrieben, Aufnahmen geschickt etc., um endlich dort eingeladen zu werden.

Auch Howard Carpendale war zu Gast. Gab es Gelegenheit zum Gespräch?

Mit Howard Carpendale habe ich nur ein paar Worte gewechselt. Da waren immer viele Leute um ihn und ich hatte auch genug um die Ohren.

Der nächste Fernsehauftritt wird nun der BuViSoCo von Stefan Raab werden. Haben Sie Respekt vor der Konkurrenz?

Das Teilnehmerfeld ist mit der diesjährigen Jubiläumsausgabe ausgesprochen prominent mit Andreas Bourani, Jupiter Jones, Max Mutzke, OK Kid und Marteria zum Beispiel. Generell scheint dieses Jahr der deutsche Rap zu dominieren. Fazit: Ich nehme da mit meinen Jungs die offizielle Außenseiterrolle ein und sehe auch keine Konkurrenz, da bin ich entspannt.

Mit was für einer Zielsetzung gehen Sie in den Wettbewerb?

Zur Primetime einem Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten meine Musik präsentieren zu dürfen und zu berühren, zu interessieren, da zu sein, reicht mir als Ziel. Die Zuschauer und Fans stimmen ab. Und dass der eine Act von vornherein mehr, der andere weniger Fans mitbringt, ist auch jedem bewusst. Dennoch sind meine Nerven vor Aufregung auf Hochspannung und wir haben jetzt noch eine lange To-Do-Liste. Die Vorbereitungen lenken auch hervorragend davon ab, sich Gedanken zu machen.

Haben Sie neben ihrer Ausbildung zum Erzieher überhaupt genug Zeit für all das?

Die Ausbildung habe ich Mitte Juli abgeschlossen und ab sofort werde ich von und mit der Musik leben. Diesen Abschluss zu haben, war mir sehr wichtig, vielleicht meine gutbürgerliche Art tief in mir drin, das beruhigt mich... und meine Großeltern. (lacht)

Sie haben in der Vergangenheit auch eine Weile Philosophie studiert. Warum kein Musikstudium?

Das kam für mich nicht in Frage. Ich hatte Angst, wegen der ganzen Theorie, der Wissenschaft, den wesentlichen Blick auf die Musik an sich zu verlieren. Und allein gegen Noten habe ich mich auch schon damals als Klavierschüler gewehrt.

Am 21. August sind Sie mit Band auch bei den Filmnächten zu erleben. Sie spielen 30 Minuten lang, bevor der Film anfängt - "Hören vor Sehen" heißt das neue Format. Wie bewerten Sie die Idee?

Die Idee ist fantastisch und ich kann dem Kopf dahinter, Sandi Wermes, nur meinen Respekt für die Durchsetzung aussprechen. Das Konzert an sich wird allerdings eine Herausforderung. Die Leute kommen ja vor allem wegen des Films. Aber wir werden vor allem für uns versuchen, die einzigartige Kulisse des Elbufers und der Altstadt zu genießen. Das Wetter soll ja blendend werden.

Neben ihren langen Dreadlocks ist auch ihre Barfüßigkeit auf der Bühne ein Erkennungszeichen. Werden Sie das weiter so halten?

Klar, das bin ja ich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2014

Schmieder, Franziska

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