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Senkrechtstarter Joris spielt beim Uniroock: "Ich freue mich richtig auf Dresden!"

Senkrechtstarter Joris spielt beim Uniroock: "Ich freue mich richtig auf Dresden!"

Mit seinem Song "Herz über Kopf" sang sich Joris in die Herzen der Fans und geradewegs in die deutschen Charts. Kommenden Mittwoch will der 25-Jährige nun auf dem Unirocks-Campusfestival an der Technischen Universität die Bühne rocken und die Feierwütigen und Studenten zum Tanzen bringen.

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Senkrechtstarter Joris ist trotz seines Erfolges auf dem Boden geblieben und möchte seine Fans weiterhin mit deutschen Texten begeistern.

Quelle: PR

Wir haben vorab mit dem Senkrechtstarter über sexy Bandmitglieder, ein intensives Leben und sein Album "Hoffnungslos Hoffnungsvoll" gesprochen.

Warst du schon einmal in Dresden?

Ich war schon im Rudolph-Harbig-Stadion und habe ein DFB-Pokalspiel angeschaut. Dynamo Dresden gegen den HSV. Der HSV hat gewonnen (lacht). Die Stadt ist wunderschön. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Ich bin dieses Jahr zwei Mal in Dresden und werde mir ein bisschen mehr anschauen, als ich im Vorübergehen bisher gesehen habe. Am 11. Mai haben wir im Täubchenthal in Leipzig gespielt. Ich muss tatsächlich sagen, dass ich vorher noch nie in Dresden oder Leipzig zu Gast war, aber es war gigantisch. 1000 Leute waren in Leipzig. Wenn die Fans mitgesungen haben, war es so laut, dass mir fast das Trommelfell geplatzt ist. Von so einem Adrenalinpegel kommt man so schnell nicht wieder runter. Deshalb freue ich mich auf jeden Fall auf den Osten. Und ich freue mich sehr auf das Unirocks - Campusfestival in Dresden.

Was hast du studiert und kennst du wilde Studentenpartys?

Ich habe mich erst sehr lange mit Tontechnik auseinandergesetzt, weil ich mich dafür interessiert habe, wie man Musik am besten aufnimmt. Dann war ich in Mannheim und habe an der Pop-Akademie studiert. Beides hat mir das gebracht, was ich gesucht habe: ein kreatives Umfeld und ganz viele verrückte Menschen, die genau so verrückt sind wie ich. Das hat mich auf jeden Fall sehr inspiriert. Im Nachhinein kann ich sagen: Ich würde davon nichts missen wollen. Es gibt nichts Wichtigeres, als das wir intensiv leben. Lieber würde ich zu kurz leben, aber dafür am Ende meines Lebens wissen, dass ich gelebt habe und ganz viele tolle Erinnerungen habe.

Lebst du derzeit einen Traum?

Ich glaube, die Zeit, die ich mit meiner Band gerade erlebe, ist eine der intensivsten. Ich genieße das sehr. Was gerade abgeht ist natürlich der totale Wahnsinn. Ich war sehr lange im Studio und habe meine Musik gemacht, bis ich damit zufrieden war. Mein Debütalbum "Hoffnungslos Hoffnungsvoll" kam im Mai raus. Man kannte mich als Sänger vorher nicht. Jetzt ist auf einmal alles komplett umgekehrt und ich bekomme so viel Feedback. Die Konzerte sind ausverkauft. Im Herbst steht der zweite große Teil der Tour an und dafür haben wir schon so viele Tickets verkauft. Das ist einfach Wahnsinn. Man muss sich das mal vorstellen: Ich mache mein ganzes Leben schon Musik. Seit 20 Jahren. Und auf einmal, von jetzt auf gleich, bekommt man so unglaublich viele Ritterschläge. Da sagt man sich: "Das kann nicht sein. Das kann einfach nicht sein." Das Album von Platz 0 auf 3 in den deutschen Albumcharts, eine ausverkaufte Tour - das ist alles ein Traum.

Du hast dir einige Jahre Zeit genommen für dein Album "Hoffnungslos Hoffnungsvoll". Was hat diese Zeit für dich ausgemacht?

Ganz viel Ruhe. Ganz viel Selbsterfahrung natürlich. Ganz viel Soundfindung. Dass man sich Zeit nimmt, um jedes Instrument klingen zu lassen. So konnte ich schauen, welches Instrument zu welcher Nummer passt. Es war total intensiv. Das Schöne ist, dass jetzt monatlich eine neue Phase ansteht. Jetzt kommt die Festival-Saison. Ich darf unter anderem mit Clueso spielen. Danach folgt der zweite Teil der großen Tour im Herbst, bei der wir insgesamt 26 Shows spielen. Die Zeit im Studio ist dann wieder auf eine andere Art und Weise intensiv, aber das gehört genauso dazu.

Wie würdest du dein Album beschreiben und was hast du erwartet?

"Hoffnungslos Hoffnungsvoll" als Titel ist tatsächlich das, was mich vereint. Insgesamt ist das Leben zumindest zu 80 Prozent positiv und ein ganz kleines bisschen gehört "hoffnungslos" dazu. Die Kombination ist unglaublich hoffnungsvoll. Deswegen ist das der perfekte Albumtitel. Ich habe nicht so einen Erfolg erwartet. Ich habe erwartet, dass ich glücklich bin, dass die CD fertig ist und dass sie so geworden ist, wie ich es mir gewünscht habe. Das war sie und alles, was da gerade an Trubel auf mich zukommt, ist Wahnsinn. Aber ich komme vom Land und stehe mit beiden Füßen auf dem Boden. Ich mache mir nicht so viel daraus. Wobei es natürlich toll ist, dass die Läden voll sind, wenn wir spielen. Das ist so eine super Energie und so eine tolle Stimmung. Es ist natürlich auch ein wahnsinniges Gefühl, wenn die Leute deine Texte mitsingen können. Unbegreiflich.

Was hat dich zu deinen Texten inspiriert?

Alle Songs beinhalten selbsterlebte Geschichten bis hin zu Lebensträumen wie beim Song "Wie man es auch dreht". Darin geht es um eine große Party, die man mit all seinen Freunden und der Familie feiert. Es gibt auch Lieder mit Erfahrungen, die enge Freunde erlebt haben. Zum Beispiel beim Song "Bis ans Ende der Welt". Mein bester Freund hat in der siebten Klasse seinen Vater an die Krankheit Krebs verloren. Es war mir wichtig, auch darüber zu schreiben. Es hat mich fasziniert, wie mein Freund mit dem Tod seines Vaters umgegangen ist. Der Tod gehört eben zum Leben dazu und ich finde, dass man aus vielen schlimmen und negativen Dingen auch viel Positives ziehen kann. Das Leben ist insgesamt schöner als viele glauben. Insofern sind das natürlich alles meine Geschichten, meine Erlebnisse, die Eindrücke aus meinem Umfeld.

Wie würdest du euch auf der Bühne beschreiben?

Erstmal sehen die Zuschauer fünf extrem sexy, junge Männer - zumindest was meine Band angeht (lacht). Aber: Ich muss auch mitspielen (lacht). Das wird auf jeden Fall viel Spaß. Wir freuen uns wahnsinnig, im Sommer live spielen zu können und besonders auf das Unirocks - Campusfestival.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2015

Juliane Just

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