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Semperopernball-Organisatoren bleiben trotz Kündigung des Vertrags gelassen

Semperopernball-Organisatoren bleiben trotz Kündigung des Vertrags gelassen

Gerade erst ist der diesjährige Semperopernball glanzvoll über die Bühne gegangen, da brauen sich dunkle Wolken über der Veranstaltung zusammen. Wie der Semperopernballverein mitteilte, hat der kürzlich entlassene Intendant in spe der Semperoper, Serge Dorny, Ende Januar den Vertrag für den Ball gekündigt.

"Am 30. Januar haben wir in einem formlosen Brief von der Kündigung für 2017 erfahren", bestätigte Ball-Chef Hans-Joachim Frey auf DNN-Anfrage. Sollte die Kündigung Bestand haben, würde es den Semperopernball in zwei Jahren zum letzten Mal geben.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte Frey sich mehrfach vergeblich bemüht, mit Dorny über die Zukunft des Semperopernballs zu sprechen. "Wir haben vier Monate versucht, Kontakt mit Serge Dorny aufzunehmen. Es war ihm leider nicht möglich, einen Termin zu finden", sagte Frey. Trotz der Schwierigkeiten sieht er die Zukunft auch unabhängig von der Entlassung des Intendanten gelassen. "Ich habe die Kündigung auch vorher nicht ganz so tragisch genommen. Das war wahrscheinlich nur ein Abstecken der langfristigen Rahmenbedingungen." Dennoch werde der Verein prüfen, ob die Kündigung unter diesen Umständen überhaupt formaljuristisch Bestand habe, so Frey, der sich in den nächsten sechs Wochen mit dem kommissarischen Intendanten und kaufmännischen Direktor der Semperoper, Wolfgang Rothe, zusammensetzen möchte, um eine Lösung zu finden.

Auf Nachfrage erklärte Rothe noch einmal, warum die Kündigung gerade jetzt erfolgt ist. "Ich habe die Kündigung mit unterschrieben. Sie musste bis zum 31. Januar ergehen, damit wir keinen Fristverzug riskieren." Der Schritt sei nötig gewesen, um mit dem Verein über Veränderungen am Konzept ins Gespräch zu kommen, erklärte Rothe und fügte an: "Herr Dorny hatte sehr viel in Lyon zu tun und konnte sich nicht mit dem Semperopernball beschäftigen. Vor diesem Hintergrund erging die Kündigung somit vorsichtshalber."

Überrascht von der Kündigung für den beliebten Dresdner Semperopernball zeigte sich indes Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos): "Im Ministerium hatten wir von der Kündigung, die Serge Dorny ausgesprochen hat, keine Kenntnis. Auch der Verwaltungsrat der Semperoper wusste nichts", betonte die Ministerin gestern auf einer Pressekonferenz, die über die Entlassung des französischen Intendanten informierte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.02.2014

Stephan Hönigschmid

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