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Semperoper mit zehn Premieren in neuer Saison - Stars im Angebot

Semperoper mit zehn Premieren in neuer Saison - Stars im Angebot

Die Semperoper in Dresden hat für die neue Spielzeit zehn Premieren angekündigt. Mit John Harbisons „The Great Gatsby“ nach dem gleichnamigen Roman von F.

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Anna Netrebko wird einer der Stargäste in der Dresdner Semperoper sein.

Quelle: dpa

Scott Fitzgerald und Paul Hindemiths „Mathis der Maler“ sind Werke dabei, die auf Bühnen noch immer Seltenheitswert besitzen. Wie die Semperoper am Dienstag mitteilte, kommt der mehrmals verfilmte Gatsby-Stoff am 6. Dezember als europäische Erstaufführung auf die Bühne.

Erste Premiere der neuen Saison ist am 10. Oktober Albert Lortzings „Wildschütz“. Komplettiert werden die Neuproduktionen mit den Klassikern „Cavalleria rusticana“ (Pietro Mascagni), „Don Giovanni“ (Mozart) und „Eugen Onegin“ (Peter Tschaikowski).  Das Ballett bereitet mit „Manon“ nach Musik von Jules Massenet (Choreografie: Kenneth MacMillan) und einem Abend mit Choreografien von Alexander Ekman (Uraufführung) zwei Programme vor. Das Ensemble von Ballettdirektor Aaron Watkin dehnt seine Tourneen aus und wird neben der Staatskapelle Dresden immer mehr zum Aushängeschild der Sächsischen Staatsoper.

In der neuen Spielzeit stehen Auftritte bei Festivals in St. Petersburg und Belgrad sowie in Paris und Göteborg an. Die Junge Szene der Semperoper - eine kleine Spielstätte - leitet mit Friedrich Goldmanns „R.Hot bzw. Die Hitze“ eine Reihe mit Werken von DDR-Komponisten ein. Eine weitere Premiere folgt mit dem „Kaiser von Atlantis“ von Victor Ullmann. Auch mit dem 23 Stücke umfassenden Repertoire will Dresden glänzen.

Bei der Wiederaufnahme von Wagners „Lohengrin“ im Mai 2016 unter der Leitung von Christian Thielemann ist ein Staraufgebot angesagt: Anna Netrebko debütiert als Elsa, Piotr Beczala übernimmt die Titelpartie. Außerdem wirken Evelyn Herlitzius (Ortrud) und Georg Zeppenfeld (König Heinrich) mit. Bei den Richard-Strauss-Festtagen im Oktober wird unter anderem die „Alpensinfonie“ zum 100-jährigen Jubiläum ihrer Uraufführung gespielt. Strauss hatte das monumentale Werk einst der Hofkapelle in Dresden, der heutigen Staatskapelle, gewidmet. Im März 2016 will die Semperoper mit namhaften Sängern und Dirigenten zudem „Barock-Tage“ veranstalten. Nach Angaben der Oper lagen die Auslastung 2014 bei 91,7 Prozent und der Kostendeckungsgrad bei 42,8 Prozent.

Insgesamt kamen fast 302 000 Zuschauer zu Ballett, Oper und Konzerten. Wolfgang Rothe, amtierender Intendant des Hauses, verwies auf Stornierungen von Opernfans, die Dresden seit den Demonstrationen der islamkritischen Pegida-Bewegung meiden: „Wir spüren in der Tat, dass da eine Kaufzurückhaltung vorliegt.“ Über einen neuen Intendanten hüllt man sich in Dresden in Schweigen. Nachdem der designierte Intendant Serge Dorny vor einem Jahr noch vor seinem Amtsantritt wieder gekündigt wurde, ist die Semperoper ohne „ordentlichen“ Chef. In der Zwischenzeit führt der Kaufmännische Direktor Rothe die Geschäfte.

dpa

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