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Semperoper Dresden erinnert an verstorbenen Komponisten Henze - viel Beifall für Ballettabend

Semperoper Dresden erinnert an verstorbenen Komponisten Henze - viel Beifall für Ballettabend

Komponist Hans Werner Henze bleibt in Dresden unvergessen. Wenige Stunden nach seinem Tod in der Elbestadt ehrte die Semperoper den 86 Jahre alten Künstler am Samstagabend mit einem Werk, das er 1951 komponierte: „Das Vokaltuch der Kammersängerin Rosa Silber“ hatte die amerikanische Choreografin Helen Pickett mit dem Ballett der Semperoper in Tanz umgesetzt.

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Hans Werner Henze 1996 am Pult der Sächsischen Staatskapelle. Der Komponist dirigierte damals ein Konzert im Schauspielhaus.

Quelle: E. Richter
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Die Mitarbeiter seien sehr traurig, sagte Geschäftsführer Wolfgang Rothe. Zugleich sei man aber auch glücklich darüber, dass man diesen großen Künstler in den vergangenen Wochen noch einmal erleben konnte.

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Ursprünglich wollte Henze die Uraufführung am Samstagabend besuchen. Von seinem Tod in einem Dresdner Krankenhaus erfuhr die Oper erst kurz vor der Aufführung.Die Mitarbeiter seien sehr traurig, sagte Geschäftsführer Wolfgang Rothe. Zugleich sei man aber auch glücklich darüber, dass man diesen großen Künstler in den vergangenen Wochen noch einmal erleben konnte.

Schon am Nachmittag würdigte die Sächsische Staatsoper Henze als bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Deutschlands. Nach den Worten Rothes hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet, dass Henze wohl nicht zur Premiere kommen könnte. „Es waren einige enge Begleiter aus unserem Haus in den letzten Tagen bei ihm.“Der Wahl-Italiener Henze war in den letzten Wochen seines Lebens quasi Wahl-Dresdner geworden. Am 13. September kam er zur Premiere seiner Oper „Wir erreichen den Fluss“, am 15. Oktober saß er in einem Konzert der Staatskapelle, als deren „Capell-Compositeur“ er in dieser Saison eine künstlerische Residenz in Dresden hatte.

Die Oper hatte die Spielzeit mit „Hommage an Hans Werner Henze“ überschrieben. Für die Osterfestspiele 2013 in Salzburg gab die Staatskapelle ein Stück bei ihm in Auftrag - „Isoldes Tod“ mit Bezug zu Richard Wagner.Doch am 16. Oktober erlitt Henze in Dresden einen Schwächeanfall und musste ins Universitätsklinikum eingeliefert werden, wo er am Samstag starb. Als Rothe dem Premierenpublikum die Nachricht überbrachte, ging ein Raunen durch den Saal, für einen Moment der Stille blieb die Bühne dunkel. Die Oper machte aber bewusst keine Abstriche am Programm und würdigte Henze so, wie er es wohl selbst gewünscht hätte - mit einem Abend großer Gefühle und praller Lebenslust.

Das Ballett lief zu Höchstform auf und wurde am Ende mit Standing Ovations und rhythmischem Applaus gefeiert. Nach der „Bella Figura“-Choreografie des Tschechen Jirí Kylián setzte das Stück „Minus 16 Grad“ von Ohad Naharin aus Israel unglaubliche Energien frei und heizte das Geschehen ordentlich an. Die Akteure holten sich beim Finale Zuschauer aus dem Saal als Tanzpartner auf die Bühne und lösten Jubelstürme aus. So geriet die Hommage an Henze zu einem Abend, an dem Trauer und Freude gleichermaßen mitschwangen.

dpa

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