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Sebastian Wartig wurde als Ensemblemitglied der Semperoper mit Nachwuchspreis ausgezeichnet

Stimme mit Strahlkraft Sebastian Wartig wurde als Ensemblemitglied der Semperoper mit Nachwuchspreis ausgezeichnet

Preise hat der 26-jährige Dresdner bisher in Wettbewerben bekommen. Jener der Stiftung zur Förderung der Semperoper ist ihm "zugefallen". Die Stiftung setzt damit nicht nur auf Jugend und Zukunft, sondern auch auf Weitsicht und (selbst)kritisches Vermögen.

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Sebastian Wartig als Kilian im "Freischütz" in der Semperoper.

Quelle: Matthias Creutziger

Dresden. Preise hat der 26-jährige Dresdner bisher in Wettbewerben bekommen. Jener der Stiftung zur Förderung der Semperoper ist ihm "zugefallen". Die Stiftung setzt damit nicht nur auf Jugend und Zukunft, sondern auch auf Weitsicht und (selbst)kritisches Vermögen. Schon 2012 hatte man den Sänger ins junge Ensemble integrieren wollen. Damals lehnte Sebastian Wartig ab, weil er sein Studium in Leipzig noch intensivieren wollte. Ein Jahr später nahm er das Angebot an, seit Beginn dieser Spielzeit ist er Ensemblemitglied. Er war nicht nur in für Nachwuchsrollen typischen Produktionen wie "Moskau, Tscherjomuschki" zu erleben, sondern auch als Moralès in "Carmen", in dieser Spielzeit ist er als Kilian im "Freischütz" besetzt, zu seinen Rollendebüts gehört der Belcore in "L'elisir d'amore".

Im Matinéeprogramm in der Semperoper stand Sebastian Wartig als in Anbetung begriffener Valentin ("Faust / Margarete") auf der Bühne sowie in den Mozartrollen des Don Giovanni und des Grafen (Figaro). Hier bewies der Bariton Spiellaune und -freudigkeit und dass er nicht nur von der raumgreifenden Strahlkraft seiner Stimme zehrt, sondern auch verführerisch schmeicheln oder zornig blitzen kann. Er war auch Partner der Musetta ("La bohème"), ebenfalls von einem neuen Ensemblemitglied gesungen: Emily Dorn gehört seit dieser Spielzeit dazu und fand sich gekonnt kokett in die Rolle hinein.

Dass Semperoper und Stiftung, die nicht nur Preise vergeben, sondern gemeinsam Nachwuchs beobachten, auch an übermorgen denken, zeigt das Junge Ensemble mit Jelena Kordic ("Carmen") und Menna Cazel (Lehár: "Giuditta"). Gefördert wird aber auch Natsuki Yamada, die von der Stiftung zur Förderung der Semperoper ein Nachwuchsstipendium erhielt. Doch nicht nur "Sängerschau" war diese Matinée, sondern auch Ausblick. Gespannt machen wollte man und hatte zwei "Magneten" dabei: Camilla Nylund, die selbst 2000 mit dem Christel-Goltz-Preis ausgezeichnet wurde, wird im Juli als Tatjana in Tschaikowskis "Eugen Onegin" ans Haus zurückkehren. Die berühmte Briefszene war eine glanzvolle Ankündi-gung.

Bereits vorher, am 6. Dezember, hat John Harbisons "The Great Gatsby" Premiere. Der Komponist, hier spätestens seit seiner Residenz beim Moritzburg Festival bekannt, hat ein neues Werk geschaffen, das - versprach Moderato- rin Anna Melcher - Robert Redford oder Leonardo Dicaprio vergessen lassen wird. In zwei Ausschnitten agierte die Sächsische Staatskapelle (Leitung: Rainer Mühlbach) schon einmal mit amerikanischem Sound, an Bigband und Bernstein erinnernd. Die Musik versprühte herben Charme und hat reichlich Verführungskraft - man darf gespannt sein.

Von Wolfram Quellmalz

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