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„Schubert in love“: Ein Nichtsnutz findet die große Liebe

„Wunder im Pullunder“ „Schubert in love“: Ein Nichtsnutz findet die große Liebe

Olaf Schubert steht auf Kleinkunstbühnen, hat seine eigene TV-Sendung und tritt in der „heute-show“ auf. Jetzt versucht er einen Kinofilm - ein Wagnis. Unterstützung bekommt er dabei von einem ganz Großen.

Das "Wunder im Pullunder" Olaf Schubert sucht in seinem Film die große Liebe.

Quelle: dpa - Bildfunk

Frankfurt. Die sächsische Sprache und Rauten-Pullunder sind die Markenzeichen des Komikers Olaf Schubert. Beides macht er auch zu zentralen Elementen in seinem ersten Kinofilm, "Schubert in love“, einer völlig überdrehten Komödie. Dort taucht der Pullunder sogar auf seiner Teetasse sowie dem Briefkasten auf. Und in der Bettszene sagt Schubert vor dem Schnitt: „Der Pullunder bleibt an!“.

Zentrales Thema des Films ist Schuberts aussichtslos erscheinende Suche nach einer Frau, die einen Nachkommen für ihn in die Welt setzen soll. Sein extrem merkwürdiges soziales Verhalten lässt die Frauen aber reihenweise fliehen. Natürlich findet er irgendwann noch die Richtige: Pamela (Marie Leuenberger), die allerdings wieder Reißaus nimmt, als sie erfährt, dass sie nur zu Fortpflanzung dienen soll.

Treibende Kraft hinter dem Bestreben, das Geschlecht der Schuberts fortzuführen, ist „Vati“ Schubert. Adorf mimt dabei einen Professor, der in einer prächtigen Villa in Dresden residiert, Zigarre pafft und sich nach einer Herzattacke ein Krankenhauszimmer leistet, das nach Kurhotel aussieht. Zu dem „glorreichen Geschlecht“, an dessen möglichem Ende er steht, gehören irrsinnigerweise Jesus, Spartakus, Leonardo da Vinci, Ludwig van Beethoven und Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Sein Sohn hingegen trinkt „unfermentiertes Unkraut“ - also Yogi-Tee.

In der ersten Hälfte reihen sich im "Schubert“-Film Übertreibung an Übertreibung, Fremdschäm-Moment an Fremdschäm-Moment. Pointen etwa gehen so: „Vati ist schon sauer genug, der braucht Süßstoff.“ Im zweiten Teil drückt Regisseur und Produzent Lars Büchel („Erbsen auf halb sechs“) dann auf die Tränendrüse, etwa wenn Olaf seiner Pamela in einer Live-Nachrichtensendung eine Botschaft übermittelt oder er eine Bühne nutzt, um von seiner Liebe zu ihr zu singen.

Eine Handball-Kollegin von Pamela kann nicht verstehen, was diese an dem „Volltrottel“ findet. Auch im städtischen Sozialzentrum, wo Schubert als psychologischer Mitarbeiter angestellt ist, hat die Gutmütigkeit der Chefin irgendwann ein Ende: Er fliegt wegen seiner Unfähigkeit zur Empathie und verqueren Ideen zur Weltverbesserung hochkant hinaus. Sogar seine Bandkollegen, mit denen er das Musical „Der letzte Löffel“ einstudiert, um den Hunger in der Welt anzuprangern, haben irgendwann die Nase voll von seinen Ideen.

Der 49-jährige Olaf Schubert gilt vor allem in Sachsen als „Wunder im Pullunder“. Zunächst trat er auf Kleinkunstbühnen auf, ehe er Mitte der 90er Jahre den Sprung ins Fernsehen schaffte. Seine Show "Olaf Schubert verbessert die Welt“ ist im Ersten zu sehen, hinzu kommen Auftritte in der „heute-show“. Jetzt also, wie es Regisseur Büchel beschreibt, das „Wagnis“ Film.

dpa

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