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Schöpfer des neuen Turmkreuzes der Dresdner Frauenkirche verstorben

Schöpfer des neuen Turmkreuzes der Dresdner Frauenkirche verstorben

Der Schöpfer des Dresdner Frauenkirchen-Turmkreuzes, Alan Smith, ist verstorben. Wie die Stiftung Frauenkirche Dresden mitteilt, verstarb der britische Silberschmied bereits am Mittwoch vergangener Woche in London.

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Der Schöpfer des Frauenkirchenkreuzes Alan Smith ist vergangene Woche in London verstorben.

Quelle: dpa

Er hatte das neue Turmkreuz geschaffen, das die Kirche seit 2004 als Versöhnungsbotschaft bekrönt.

In ihm haben wir nicht nur einen bewundernswerten Künstler, sondern vor allem einen aufrichtigen Fürsprecher gelebter Versöhnung verloren“, erklärte Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt zum Tod des 65-Jährigen. Nachdem der britische Dresden Trust 1998 die Herstellung des Turmkreuzes der damals im Bau befindlichen Frauenkirche ausgeschrieben hatte, bewarb sich auf Smiths Bestreben hin die Londoner Firma Grant MacDonald Silversmiths, für die er tätig war. Sie erhielt den Zuschlag und betraute Alan Smith mit der Ausführung des Projekts, der die Replik des 1993 aus der Ruine geborgenen Originalkreuzes binnen eines halben Jahres fertigte.

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Seit 2004 wird die Frauenkirche von einem neuen Turmkreuz bekrönt. (Archivbild)

Quelle: Sebastian Kahnert

Mehrfach reiste Alan Smith nach Dresden und war auch dabei, als das auf der Turmhaube befindliche Kreuz am 22. Juni 2004 auf den Kirchbau aufgesetzt wurde. Eine lebensverändernde Erfahrung, wie der emotional berührte Kunstschmied bekundete. Zur Zerstörung Dresdens und der Frauenkirche hatte er einen persönlichen Bezug: Sein Vater Frank war im Februar 1945 an den Einsätzen der Royal Air Force auf Dresden beteiligt gewesen. „Das Turmkreuz ist eine Möglichkeit der Entschuldigung, der mein Vater beipflichten würde“, hatte Smith anlässlich der Übergabe des Kreuzes im Februar 2000 gesagt. Eine Botschaft, die unauslöschlich mit dem Kreuz verbunden bleibt, wie Frauenkirchenpfarrer Holger Treutmann betont: „Alan Smith schuf ein Glaubens- und Friedenssymbol, das den Versöhnungsgedanken auf das Eindrucksvollste veranschaulicht.“

Bis kurz vor seinem Tod lebte und arbeitete Alan Smith in London. Erst im Juli dieses Jahres war er in Ruhestand gegangen. Der Kontakt zur Frauenkirche war nie abgerissen und ein erneuter Dresden-Besuch geplant. Smith starb in Folge eines langen Krebsleidens. Er wurde 65 Jahre alt.

Uwe Hofmann

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