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Schmidt Kunstauktionen Dresden laden am Sonnabend zum Frühjahrstermin

Schmidt Kunstauktionen Dresden laden am Sonnabend zum Frühjahrstermin

Am Sonnabend fällt bei Schmidt Kunstauktionen Dresden wieder der Hammer. Es ist die 43. Auktion des durchaus noch jungen, mittlerweile gut etablierten Hauses. Der Schwerpunkt des Frühjahrsangebots, das bis Freitag noch besichtigt werden kann, liegt auf der Bildenden Kunst.

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Eins der besonders interessanten Auktionsbilder: Hans Jüchsers "Die Gesichter des Jesaja(s)", Öl auf Leinwand, 1954.

Quelle: Repro: Katalog

Zur Auswahl stehen etwa 800 Werke des 16. bis 21. Jahrhunderts. Hinzu kommen kleine Konvolute kunsthandwerklicher Objekte.

Wie zu vermuten, ist das Spektrum der Gemälde deutlich von einem lokalen beziehungsweise regionalen Kolorit geprägt. Gleichwohl verheißen Namen wie Johannes Beutner, dessen 125. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, Hermann Glöckner, Erhard Hippold, Hans Jüchser, Carl Lohse, Hans Oehme, Willy Kriegel, Gotthardt Kuehl, der vor 100 Jahren starb, Albert Wigand oder Paul Wilhelm, aber auch zahlreicher anderer, hier nicht genannter Dresdner Maler des späten 19. und des 20. Jahrhunderts Qualität. Das gilt ebenso für aktuell noch schaffende Künstler wie Herta Günter oder Max Uhlig.

Eines der bedeutendsten Lose der Auktion entstand zum Ausgang des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um Gotthardt Kuehls Gemälde "Augustusbrücke - Dresden" von 1899 (Aufruf 15 000 Euro), das den Blick aus dessen Atelier in der Kunstakademie zeigt. Bemerkenswert ist, dass der Künstler sich diesem Motiv zwischen 1895, dem Jahr seiner Übersiedlung nach Dresden, und seinem Tod 1915 mehr als 50 Mal in verschiedener Form gewidmet hat. Gleichwohl gelangt eine dieser Varianten nur selten auf den Kunstmarkt - dies wohl auch, weil die Stadtansicht schon zu Lebzeiten Kuehls als eines seiner Hauptwerke wahrgenommen wurde. Dafür spricht, dass Varianten des angebotenen Bildes in verschiedene Sammlungen - auch außerhalb Deutschlands - gelangten.

Etwas Besonderes ist auch Hans Jüchsers "Gesicht des Jesaja(s)" (1954, Aufrufpreis 18 500 Euro), das aus der kleinen Gemäldegruppe zu religiösen Themen stammt. Auf diesem Weg hatte der Künstler die Erlebnisse der Kriegsgefangenschaft verarbeitet. Speziell das angebotene Bild wurde zudem vom in den frühen 1950-er Jahren aufgeführten gleichnamigen Oratorium inspiriert.

Ebenso besonders als "Marktereignis" dürfte Albert Wigands "Sedanfassade" von 1966 sein (Aufruf 10 200 Euro). Das Seherlebnis "Sedan", das den Künstler seit dem Ersten Weltkrieg beschäftigte, führte ab den frühen 1950-er Jahren zu einer späten, intensiven Auseinandersetzung mit Farbe und Fläche.

Hingewiesen sei zudem auf zwei Skulpturen: den "Vogelbaum" von Theo Balden (1972, aufgerufen für 3500 Euro) sowie einen "Weiblichen Torso" Werner Stötzers von 1973 (Aufruf 5500 Euro). Darüber hinaus sei das gewohnt umfangreiche Grafikangebot erwähnt, das gerade im zeitgenössischen Bereich auch manches "Schnäppchen" einschließt, nicht zuletzt bei einigen als Konvolut angebotenen Blättern, die ab 120 Euro aufgerufen werden. Ähnliches gilt aber auch für Arbeiten von Werner Wittig oder Willy Wolff, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Auktion am 14. März, Beginn 10 Uhr, Bautzner Str. 6, Vorbesichtigung 10 bis 20 Uhr (bis Freitag),

www.schmidt-auktionen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2015

Lisa Werner-Art

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