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Schlussstein für Schlingrippengewölbe in Dresdner Schlosskapelle wird gesetzt

Schlussstein für Schlingrippengewölbe in Dresdner Schlosskapelle wird gesetzt

Nach drei Jahren ist das Schlingrippengewölbe in der Dresdner Schlosskapelle vollendet. Für die erste neuzeitliche Konstruktion dieser Art wird am 4. Juli der Schlussstein gesetzt, wie das Finanzministerium am Donnerstag mitteilte.

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Blick auf das Schlingrippengewölbe der Dresdner Schlosskapelle.

Quelle: dpa

In die rohbaumäßige Wiederherstellung des Raums, in dem Frühbarockkomponist Heinrich Schütz (1586-1672) fast sein gesamtes Werk uraufführte, investierte der Freistaat rund 3,5 Millionen Euro.

Damit ist von September an ein weiterer prominenter Teil des im Zweiten Weltkrieg zerstörten und seit den 1980er Jahren im Wiederaufbau befindlichen Gebäudekomplexes nutzbar. Die spätgotische Gewölbeform wurde mit Ziegeln und doppelt gekrümmten Sandsteinrippen nach traditioneller Technik von Grund auf neu gebaut. Architekten, Forscher und Ingenieure aus Sachsen hatten das Geheimnis der Bauhütten ergründet und die mittelalterliche Technik wiederbelebt.

Bis auf zwei Kupferstiche vom historischen Vorbild gibt es kaum Überlieferungen des Wissens der früheren Baumeister. Daher verbanden die Experten moderne Computertechnik mit traditioneller Handwerkskunst. Nun zieht sich wieder ein Netz aus Sandstein mit sechsteiligen Blütensternen flach über den Mittelraum und Nischen. In einem ersten Schritt wurden Baumstämme und Hilfskonstruktionen aufgestellt, um die Steine für die Gewölberippen exakt in Position zu bringen. Mit besonders gebrannten Ziegeln und einem Mörtel wurde später bogenförmig ohne unterstützende Schalung gemauert.

Somit konnte im Unterschied zu früheren Techniken mit weniger Aufwand gebaut werden. Für das erarbeitete sächsische Know how gibt es nach Ministeriumsangaben schon Nachfragen aus ganz Deutschland und Europa. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende und 1945 zerstörte Residenz sächsischer Kurfürsten und Könige wird seit 1985 wieder auf- und zum Museumszentrum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ausgebaut.

Bis Ende 2012 flossen rund 280,7 Millionen Euro in Sachsens größte Kulturbaustelle. Jüngste Schätzungen gehen von 372 Millionen Euro Gesamtkosten aus, wobei der Zeitpunkt der Vollendung offen ist. Bisher ist erst die Hälfte der Gesamtfläche nutzbar.

dpa

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