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Schlagzeuger kriegen keine Groupies ab - deshalb singt "Wölli" Rohde jetzt

Schlagzeuger kriegen keine Groupies ab - deshalb singt "Wölli" Rohde jetzt

Wolfgang "Wölli" Rohde singt darüber, was er ist: ein alternder Schlagzeuger mit Musik im Blut und einem Bandscheibenvorfall. Das lässt ein deprimierendes Album übers Älterwerden erwarten.

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Wolfang "Wölli" Rohde gibt nun auch als Sänger sein Debüt.

Quelle: Schiko

Doch der langjährige Schlagzeuger der Toten Hosen hat seine Geschichte überraschend witzig und selbstironisch mit manch schiefer Tonlage in Musik gefasst. „Das ist noch nicht alles" heißt sein Debüt-Album als Sänger.

Und warum? "Der Mann hinter dem Schlagzeug", den der gebürtige Kieler 13 Jahre lang bei den Hosen gab, wird immer von seinem Instrument verdeckt und hat keine Chance auf Groupies. "Jetzt singe ich diesen Song für euch, denn ich hab die Schnauze voll", singt Rohde über seine Motivation, auch mal im Rampenlicht zu stehen. Dass da mancher Ton schief klingt, ist ihm wohl auch bewusst. So tönt er im Lied "Nummer 1" als Kapitän der singenden Badewanne: "Ich bin die Nummer eins in der Hitparade, wenn ich vor dem Spiegel singe und auf meine Zeit warte".

Von sängerischen Schwächen weitgehend verschont präsentiert sich die erste Single und wohl auch das Highlight des Albums, "Alles noch mal von vorn". Hier mischt Campino, Leadsänger der Toten Hosen, mit. Das wird auch an Melodie und Rhythmus deutlich, die doch sehr an die Düsseldorfer Punkrockband erinnern. Wöllis Ersatzmann bei den Hosen, Vom Ritchie, fungiert bei "Two Drunken Drummers" als Duettpartner und beweist ebenfalls stimmliche Qualitäten.

Das Album erweist sich als sehr vielseitiges Erstlingswerk: Von der Liebesballade mit Akustikgitarren über Schunkelmelodien mit volkstümlichen Einschlägen bis hin zum rotzfrech gegrummelten "Ich scheiß auf gestern und auf das, was einmal war" im Lied "Blick nach vorn" ist alles dabei: Liebe, Krankheit, Sex, immer wieder das Thema Schlagzeug und der Wunsch, noch nicht zum alten Eisen gezählt zu werden, gewürzt mit einem gehörigen Schuss Selbstironie.

Und so rockt es aus der singenden Badewanne: "Ich hab lang genug geübt - und jetzt will ich endlich singen" - und das tut Wolfgang Rohde auch, und zwar am 23. Oktober im Alten Schlachthof Dresden. Das Album "Das ist noch nicht alles" von "Wölli & Die Band des Jahres" ist seit dem 9. September im Handel.

Franziska Schmieder

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