Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Schauspielhaus Dresden erneuert Technik für größeres Bühnenbild

Schauspielhaus Dresden erneuert Technik für größeres Bühnenbild

Druckkessel, Luftspeicher und viel Stahl: Wer die Bühnentechnik im Staatsschauspiel Dresden verstehen möchte, sollte in der Schule in Physik gut aufgepasst haben.

Voriger Artikel
Der Semperoper-Ballettchef Aaron S. Watkin nach fünf Jahren Arbeit und kurz vor der ersten Ballettwoche
Nächster Artikel
Annette Dorgerloh widmet sich einem ungewöhnlichen Thema: die Berliner Mauer und die Kunst

Für die Modernisierung der Bühnentechnik wird die Druckzentrale mit Luftspeichern erweitert.

Quelle: Leonie Born

In der diesjährigen Spielpause begannen in dem Haus die Arbeiten zur weiteren Modernisierung der Anlage. Der Leiter des Technischen Dienstes im Schauspielhaus, Roland Oertel, zeigte DNN-Online, wie der Stand der Arbeiten ist.

„Die Druckzentrale wird mit Luftspeichern erweitert, um die drei Podien der Untermaschine mit voller Nutzlast von etwa 25 Tonnen über vollen Hub von bis zu elf Metern heben zu können", erklärt er. Die Bühne des Schauspielhauses Dresden besteht aus der fast originalen Technik aus dem Jahr 1913, ergänzt mit moderner Steuerungstechnik. Momentan können die drei Podien der Untermaschine, jede etwa 17 mal 5,5 Meter groß, nur über eine begrenzte Höhe und mit begrenzter Last bewegt werden. „Der Gleichlauf von zwei oder gar drei Podien ist derzeit auch nur begrenzt in Zielhöhe und Last möglich", erklärt Oertel. Die erweiterten Speicher der Druckzentrale schaffen jetzt die Möglichkeit, alle drei Podien gekoppelt und vertikal von der Unterbühne bis auf Bühnenhöhe zu bewegen.

php62d470ebef201109151355.jpg

Der Innenblick vom Schauspielhaus Dresden.

Zur Bildergalerie

„Nach der Erweiterung der Druckspeicher werden die Grenzen für Bühnenbildaufbauten und die möglichen szenischen Verwandlungen deutlich erweitert", so der Leiter des Technischen Dienstes. Dieser künstlerische Aspekt stehe neben den logistischen Vorraussetzungen eines Repertoiretheaters im Vordergrund der Baumaßnahme.

php609c84434a201009241712.jpg

Die nächste Aufführung am 30. September ist bereits ausverkauft, Karten gibt es noch für den 13. Oktober.

Zur Bildergalerie
phpe219304bfe201010291742.jpg

Das Kinder- und Familienstück "Reckless. Steinernes Fleisch" nach einem Roman von Cornelia Funke feierte am Freitag Premiere am Staatsschauspiel Dresden.

Zur Bildergalerie
php6bab588513201010311106.jpg

Moderatorin Ruth Moschner verabschiedet sich am Ende von den Gästen und bittet alle Künstler und Mitwirkende der HOPE-Gala auf die Bühne.

Zur Bildergalerie
php18285d6ee0201012180950.jpg

Passend zum eisigen Winterwetter in Sachsen spielte die Band Polarkreis 18 am Freitagabend im Schauspielhaus in Dresden.

Zur Bildergalerie
php028077f343201109041233.jpg

Einige Besucher kühlten sich im Brunnen am Schauspielhaus ab.

Zur Bildergalerie

Nach 2009 sei der Bedarf akut geworden, nachdem wiederholt Nutzlastgrenzen erreicht wurden. „Einigen Anforderungen von Regieteams nach szenischen Bühnenfahrten konnten wir nicht mehr gerecht werden", sagt Oertel. Im ersten Bauabschnitt in der Spielpause dieses Jahres erfolgte die komplizierte Anbindung der Leitungen in die alten Druckkessel. „Das sind Original - Kessel aus dem Jahr 1911", kommentiert Oertel, der seit 28 Jahren in dem Theaterhaus arbeitet. Die Maßnahme sei eine technische Höchstleistung gewesen, erzählt er weiter. Feuergeschweißte Stahlkessel mit 30 Millimeter dicken Wänden mussten millimetergenau durchbohrt werden, um absolut passgenaue Flansche zu montieren. „Das war ein schwieriges Unterfangen, was ständig unter aufmerksamer Beobachtung des TÜV stand", erinnert er sich.

Die Spielpausenabhängigen Arbeiten seien damit erledigt, die Bühnenmaschinerie ist wieder einsatzfähig. Rund 80.000 Euro haben die Arbeiten in der ersten von zwei Bauphasen gekostet. Im Januar gehen die Arbeiten voraussichtlich weiter. Insgesamt werden sich die Kosten für die Erweiterung der Druckspeicher auf rund 290.000 Euro belaufen. Bauherr ist der Freistaat Sachsen. Das Staatsschauspiel Dresden hofft auf eine Fertigstellung noch im ersten Quartal 2012.

Leonie Born

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr