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Schauspiel Dresden plant zur neuen Saison mit 24 Premieren

Schauspiel Dresden plant zur neuen Saison mit 24 Premieren

Das Schauspielhaus Dresden feiert seinen 100. Geburtstag am 13. September mit einer Doppelpremiere samt Festakt und Party. Das Musiktheater „King Arthur“ von John Dryden und Henry Purcell kommt als Kooperation mit der Semperoper auf die Bühne und wird nach dem Festakt aufgeführt, teilte Intendant Wilfried Schulz am Donnerstag in Dresden mit.

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Quelle: dpa

Am Tag darauf folgt das Stück „100 Prozent Dresden“ - eine Arbeit des Regieteams „Rimini Protokoll“, bei der 100 Dresdner Bürger als Repräsentanten ihrer Stadt über das Zeitgeschehen reflektieren. Danach soll auf einer Party mit viel Musik gefeiert werden.

Die Jubiläumsspielzeit läuft schon seit September 2012. Für die neue Saison kündigte Schulz 24 Premieren in den beiden Spielstätten Großes Haus (Schauspielhaus) und Kleines Haus an. Dabei kommt es auch zu einer späten Entdeckung: 86 Jahre nach der Entstehung wird ein Theaterstück von Erich Kästner (1899-1974) uraufgeführt. Das Weihnachtsmärchen „Klaus im Schrank“ von 1927 hatte der Autor damals erfolglos verschiedenen Verlagen angeboten. Man habe das Stück in den Verlagen zwar als „heiter und originell“ bezeichnet, aber auch als „etwas modern“, berichtete Schulz. Das Stück galt lange als verschollen und tauchte später im Nachlass einer Sekretärin Kästners auf. Am 3. November hat es nun endlich seine Premiere.

Im Spielplan finden sich neben Klassikern wie „Emilia Galotti“ (Lessing) oder „Antigone“ (Sophokles) auch mehrere Bühnenfassungen von Büchern. So wollen die Dresdner Fjodor Dostojewskis „Dämonen“ und als deutschsprachige Erstaufführung von „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ (Mark Haddon) zeigen. Zugleich wird das Stück „Schneckenmühle“ nach dem gleichnamigen Roman von Jochen Schmidt uraufgeführt. Die „Bürgerbühne“ - ein inzwischen fest etabliertes Laientheater am Staatsschauspiel - ist unter anderem mit dem Musiktheaterprojekt „Expedition Freischütz“ vertreten und möchte dabei Bergsteiger, Abenteurer und Magier auftreten lassen.

Ein weiteres Vorhaben trägt den Titel „Ein Exempel“ und will „Mutmaßungen über die sächsische Demokratie“ anstellen - so der Untertitel. Autor Lutz Hübner arbeitet sich momentan durch Akten aus Prozessen, die im Zusammenhang mit den jährlichen Neonazi-Aufmärschen in Dresden stehen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hatte am 19. Februar 2011 vor laufender Kamera gesagt: „Die Polizei ist eben vollauf damit beschäftigt, die Neonazis zu beschützen. Das ist sächsische Demokratie.“ Man hoffe nicht, dass das einmal zum Unwort des Jahres werde, sagte Schulz.

dpa

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