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Schauen und Mitmachen: Dresdner Literaturmesse "schriftgut" vom 7. bis 9. November

Schauen und Mitmachen: Dresdner Literaturmesse "schriftgut" vom 7. bis 9. November

Zerfällt das Fotoalbum, geht das geliebte Kochbuch aus dem Leim, verliert das Lexikon den Rücken oder brauchen Lebenserinnerungen würdige Gestalt, kommen die Leute zu Ludwig Nowak.

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Buchbindermeister Ludwig Nowak zeigt auf der Messe auch das Handvergolden von Buchrücken.

Quelle: Dietrich Flechtner

In seine Handwerkliche Buchbinderei in Dresden-Striesen. 2011 hat der 32-Jährige den Traditionsbetrieb übernommen, der seit 1911 existiert. Einer der ältesten in Sachsen.

Soll's schnell gehen und billig sein, mag der Copy-Shop genügen. Nowak sieht sich für viel genutzte, langlebige Bücher zuständig. Jene, die eine Freude sind für Hände und Augen. Mit Leder und verschiedenen Papieren, um die 60 Einbandmaterialien, lässt er Buchfreunde staunen, welche Vielfalt möglich ist. "Wenn es was besonders Gutes sein soll, geht es über unsere Tische", sagt er.

Nowak und seine Kollegen sehen sich als letztes Glied in der Kette der Buchproduktion. Deshalb vertreten er und vier weitere Werkstätten die Buchbinder-Landesinnung Sachsen auf der Literaturmesse "schriftgut" vom 7. bis 9. November in der Messe Dresden.

Im dritten Jahr läuft sie dort erstmals gleichzeitig mit der Messe "spielraum" (siehe S. 14). Beide sind für alle Generationen, besonders Familien bestimmt. Messe-Geschäftsführer Ulrich Finger will verschiedene Interessengruppen nahe zueinander bringen und hofft, dass möglichst viele Kinder, Eltern, Großeltern sich nicht nur entweder Spiele oder Bücher anschauen, sondern beides.

Schließlich sei "schriftgut" mehr als eine herkömmliche Buchmesse, betont Organisatorin Peggy Salomo. Mehr als Neuerscheinungen in Verlagskojen werden präsentiert: der gesamte Werdegang von Büchern - vom Papierschöpfen, Drucken, Schönschreiben bis zum Binden und Verkaufen. Schwerpunkt ist die Region. Vor allem aber können die Besucher nicht nur schauen, sondern sollen mitmachen. Dieser "Erlebnischarakter" verleihe der Messe eine persönliche Note, so Peggy Salomo.

Rund 3000 Besucher kamen 2013. Diesmal stehen mit über hundert Ausstellern etwa 15 Prozent mehr in den Hallen. Literaturfreunde erwartet ein buntes Rahmenprogramm. Am Freitag ist es besonders auf Schüler zugeschnitten. Noch intensiver soll diesmal das Lesen befördert werden. Die Organisatoren haben Klassen eingeladen. "Rund 750 Schüler haben sich bereits angemeldet." Das Bühnenprogramm lasse sich als Exkursionstag in den Geschichts- oder Deutschunterricht integrieren. Etliche Kinder- und Jugendbuchautoren haben dabei ihren Auftritt. Abends zum Beispiel Thomas J. Hauck mit seinen lustigen "Oma-Frida"-Büchern (bis 14 Jahre) oder Ivo Pala mit seiner "Elbenthal-Saga" (ab 14 Jahre).

Für alle liest am Sonnabend dann beispielsweise Hans Pleschinski ("Königsallee"). Dresdens derzeitiger Stadtschreiber Boris Preckwitz gibt Einblick in sein Romanprojekt, an dem er hier arbeitet. Und die Poetry Slammer der Dresdner Reihe "Geschichten übern Gartenzaun" tragen ihre Texte vor. Höhepunkt der Messe ist am Sonntag der Auftritt des Büchnerpreisträgers 2010, Reinhard Jirgl. Der Berliner Autor trägt Passagen vor aus seinem jüngsten Roman "Nichts von euch auf Erden".

An den Ständen können Besucher Blätter im A-6-Format mitnehmen, selber gestalten und die sich am Ende zum handwerklich gediegenen Messe-Album verarbeiten lassen - bei den Buchbindern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.11.2014

Tomas Gärtner

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