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Satire in Gebärdensprache: Breschke & Schuch spielen mit Dolmetscher

Satire in Gebärdensprache: Breschke & Schuch spielen mit Dolmetscher

Das Dresdner Kabarett Breschke & Schuch wagt im Februar ein Experiment. Das Programm "Kann Verkehr denn Sünde sein?" wird in einer Nachmittagsvorstellung mit Gebärdensprachdolmetschern aufgeführt.

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Manfred Breschke hinter Thomas Schuch.

Quelle: PR

Dabei stehen die zwei Übersetzer jedoch nicht einfach nur daneben. "Die Veranstaltung hat eine ganz seltsame Dialektik", weiß Manfred Breschke schon jetzt, nach den ersten Proben. Er und Thomas Schuch spielen miteinander, aber auch im Dialog mit den zwei diplomierten Dolmetschern Andreas Mischke und Sindy Christoph, die mit ihren Gebärden die Komik der Situation teilweise schneller/bessern transportieren als das Duo Breschke/Schuch. "Die Gebärdensprache macht die Emotionalität der Sprache für alle sichtbar", erklärt Breschke. Eine besondere Erfahrung sei das für sie und auch für das hörende Publikum, denn auch für diese ist die Veranstaltung geeignet und gedacht.

"Wir machen ein Programm für jeden, ob hörend oder gehörlos", meint Gebärdensprachdolmetscher Mischke. Statt immer Sonderveranstaltungen anzubieten, sollte es Normalität sein, dass ein Gebärdensprachdolmetscher dabei ist. Durch den Gewöhnungseffekt würden Hörende mit der Zeit durch die Gebärden weniger abgelenkt, als es in der Aufführung sein wird und ein bisschen auch gewollt ist.

Das Simultandolmetschen eines Kabarett-Programms ist für die zwei Übersetzer etwas Besonderes. In ihrer Arbeit müssen sie üblicherweise nicht darauf achten, wo auf der Bühne sie stehen, und auch keine Geräuschkulisse gebärdensprachlich interpretieren. Mischke und Christoph gehören zum Dresdner Netzwerk für Gebärdensprachdienstleistungen "vigevo".

Wenn es gut läuft, könnten solche Veranstaltungen regelmäßig angeboten werden, davon sind Mischke und die Kabarett-Leitung überzeugt. Der Plan zu diesem ersten Versuch wurde im vergangenen Jahr nach dem Neujahrsempfang einer Dresdner Partei geschmiedet. Diese hatte zur allgemeinen Barrierefreiheit Mischke als Dolmetscher engagiert und auch Breschke & Schuch, die kleine Sketche spielten. Die Simultanübersetzung kam beim Publikum überaus gut an. Der erste Versuch "Kann Verkehr denn Sünde sein?" mit Gebärdensprachdolmetschern wird am 7. Februar um 15.30 Uhr gestartet. Tickets kosten 15 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.01.2015

Franziska Schmieder

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